Disco-Streit mit Luxemburger – Sutil bekommt Strafe auf Bewährung

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Disco-Streit mit LuxemburgerSutil bekommt Strafe auf Bewährung

Formel-1-Pilot Adrian Sutil ist wegen gefährlicher Körperverletzung zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er muss auch eine Geldstrafe zahlen.

Für Adrian Sutil kam es noch schlimmer als befürchtet: Der arbeitslose Formel-1-Pilot ist wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dazu kommt eine Geldstrafe von 200 000 Euro. Zwei Stunden nach Beginn des zweiten Verhandlungstags vor dem Münchner Amtsgericht verkündete Richterin Christiane Thiemann die Strafe für den blutigen Disco-Streit vor einem Dreivierteljahr in China. Sutil hatte in einer Nobeldisco in Shanghai dem Luxemburger Geschäftsmann Eric Lux mit einem Glas schwer am Hals verletzt - unabsichtlich, wie er beteuerte.

Sutil zog nach dem Urteil die Augenbrauen hoch, die Betroffenheit war dem Formel-1-Piloten deutlich anzusehen. «Wenigstens ist es für den Moment erstmal vorbei», sagte der 29 Jahre alte Deutsche. Ob Sutils Verteidigung Berufung einlegen wird, war zunächst nicht geklärt. Der Ex-Formel 1-Pilot und sein Anwalt haben vorerst offen gelassen, ob sie gegen das Urteil des Münchner Amtsgericht in Berufung gehen. Man solle den Rennfahrer erstmal seinen Frust verarbeiten lassen, «dann entscheiden wir, wie es weitergeht», sagte Sutils Rechtsvertreter am Dienstag.

«Wenigstens haben ich und der Herr Lux uns die Hand gegeben»

Sutil hatte sich bei seinem Schlusswort am Dienstag noch einmal entschuldigt. Er betonte, dass er sich in dem Moment nicht bewusst war, dass er ein Glas in der Hand hatte. Der Vorfall hatte sich in einem Nobelclub in Shanghai nach dem Großen Preis von China am 17. April 2011 ereignet. Er habe nicht beabsichtigt, Lux zu verletzen, betonte Sutil in der Verhandlung. Eine außergerichtliche Einigung war nicht zustande gekommen.

Viel Positives konnte Sutil dem knapp anderthalbtägigen Prozess nicht abgewinnen. Außer: «Wenigstens haben ich und Herr Lux uns die Hand gegeben. Das war das Schöne daran.»

Neun Zentimeter lange Narbe

Lotus-Renault-Mitbesitzer Lux trat als Nebenkläger auf. Er hatte Sutil Wochen nach dem Vorfall im Nobelclub M1NT nach dem Großen Preis von China angezeigt. Lux trägt seit dem Vorfall eine neun Zentimeter lange Narbe unweit der Halsschlagader.

«Für mich gibt es keine andere Erklärung, als dass es ihm bewusst war, dass der Schlag auf den Hals zu lebensgefährlichen Verletzungen führen kann», sagte Richterin Thiemann in ihrer Urteilsbegründung.

(L'essentiel online/dpa)

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