Uhren – Swatch-Aktie stürzt ab nach Gewinnwarnung

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UhrenSwatch-Aktie stürzt ab nach Gewinnwarnung

Der Uhrenhersteller Swatch rechnet im ersten Halbjahr mit einem Gewinnrückgang um 50 bis 60 Prozent. Die Aktie taucht zum Börsenstart um 11 Prozent.

Schwierige Zeiten für Swatch-CEO Nick Hayek: Sein Unternehmen hat im letzten Halbjahr deutlich weniger Uhren verkauft. Die Folgen: Ein massiver Gewinneinbruch.

Schwierige Zeiten für Swatch-CEO Nick Hayek: Sein Unternehmen hat im letzten Halbjahr deutlich weniger Uhren verkauft. Die Folgen: Ein massiver Gewinneinbruch.

Keystone/Jean-christophe Bott

Der Uhrenhersteller Swatch wird im ersten Halbjahr einen deutlich tieferen Gewinn erzielen als noch vor einem Jahr. Das Unternehmen rechnet mit einem Rückgang um 50 bis 60 Prozent bei Betriebs- und Konzerngewinn. Die Aktie stürzten zur Eröffnung um 11 Prozent auf 236 Euro ab. Danach rutschte der Kurs zeitweise weiter in die Tiefe bis auf 228 Euro.

Dies liegt zum einen daran, dass Swatch weniger Uhren verkauft hat, wie aus einer Mitteilung vom Freitag hervorgeht. In Märkten wie Hongkong, Frankreich und der Schweiz seien die Verkäufe zurückgegangen. Dadurch dürfte der Umsatz im ersten Semester um rund 12 Prozent sinken.

Zu wenig verkauft, zu viele Mitarbeiter

Dass der Gewinn deutlich stärker einbrechen dürfte, liege aber nicht nur an den geringeren Verkäufen. Ein Grund sei auch, dass man die Mitarbeiter trotz zahlreicher annullierter Bestellungen weiter beschäftige. Laut der Tradition und Philosophie von Swatch betrachte man die Mitarbeiter nicht als bloßen Kostenfaktor, heißt es in der Mitteilung. Swatch veröffentlicht den Halbjahresbericht am kommenden Donnerstag.

Swatch-Chef Nick Hayek sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er erwarte eine Verbesserung im zweiten Halbjahr. Grund seien eine bessere Entwicklung in China und Chancen durch die Olympische Spiele in Rio de Janeiro. Weiterhin trübe sehe die Lage in unserem westlichen Nachbarland aus. Frankreich sehe schwierig aus und werde wahrscheinlich auch schwierig bleiben.

Enttäuschung bei Analysten

Erste Reaktionen aus der Analystengemeinde sind von Enttäuschung geprägt. Die Swatch Group habe deutlich schlechter abgeschnitten, als das die Schweizer Uhrenexporte hätten erwarten lassen, schrieb der Experte der Bank Vontobel laut der Nachrichtenagentur AWP.

Er bezeichnete aber vor allem die Margenentwicklung als ein «Desaster». Noch rät er allerdings dazu, die Veröffentlichung des detaillierten Halbjahresabschlusses vom kommenden Donnerstag abzuwarten, um nicht voreilige Schlüsse zu ziehen. Kritik übte der Analyst an der Kommunikationspolitik des Unternehmens: Seines Erachtens werfe das heutige Vorgehen viele Fragen auf.

Auch die Analystin von der UBS zeigte sich sichtlich enttäuscht. Sie stieß sich ebenfalls an der Margenschwäche und führte diese auf einen hohen Investitionsbedarf in neue Produkte und ins Marketing zurück.

(L'essentiel / sda)

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