Umajjaden-Moschee – Syrisches Wahrzeichen bei Kämpfen zerstört
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Umajjaden-MoscheeSyrisches Wahrzeichen bei Kämpfen zerstört

Seit dem 12. Jahrhundert stand das Minarett der berühmten Umajjaden-Moschee in Aleppo. Nun ist es eingestürzt. Regierungstruppen und Rebellen beschuldigen sich gegenseitig.

Nachher/Vorher: Das Minarett der berühmten Umajjaden-Moschee wurde dem Erdboden gleich gemacht. (Bild: Keystone)

Nachher/Vorher: Das Minarett der berühmten Umajjaden-Moschee wurde dem Erdboden gleich gemacht. (Bild: Keystone)

Nach Gefechten zwischen syrischen Rebellen und Regierungstruppen in Aleppo ist das Minarett der berühmten Umajjaden-Moschee in Aleppo eingestürzt. Beide Seiten machten sich am Mittwoch gegenseitig für die Zerstörung des Gebäudes aus dem 12. Jahrhundert verantwortlich. Die staatliche Nachrichtenagentur erklärte, Rebellen hätten das Gotteshaus gesprengt. Ein Aufständischer sagt hingegen, eine Panzergranate der Armee von Staatschef Baschar al-Assad habe den Turm zum Einsturz gebracht.

Rebellen hatten die sunnitische Moschee bereits Anfang des Jahres erobert, als sie die Altstadt von Aleppo, ein UNESCO-Welterbe, eingenommen hatten. Innerhalb einer Woche wurde damit in Syrien zum zweiten Mal eine historische, sunnitische Moschee stark beschädigt. Vor gut einer Woche wurde der Turm der Omari-Moschee in Daraa zerstört, der aus dem 7. Jahrhundert stammt. Regierungstruppen nehmen Minarette ins Visier, weil sie von Rebellen als Schießstand genutzt werden.

Am Mittwoch griffen Assad-Truppen auch Vororte von Damaskus an, die von der Opposition gehalten werden. In Dscharamana schlugen zwei Mörsergranaten ein. Nach Angaben von Aktivisten sind dabei sieben Menschen getötet und 30 verletzt worden. Ein syrischer Beamter bestätigte den Einschlag und die Zahl der Toten. Die Rebellen hoffen, von den Vororten aus die Hauptstadt stürmen zu können, um Assad zu stürzen.

(L'essentiel Online/sda)

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