Minister-Wechsel – «Systemkrise» – Ärzte in Luxemburg schlagen Alarm

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Minister-Wechsel«Systemkrise» – Ärzte in Luxemburg schlagen Alarm

LUXEMBURG – Die AMMD nutzt den Ministerwechsel im Gesundheitsministerium für eine eindringliche Bewertung der aktuellen Lage.

Die AMMD war mit der Arbeit von Étienne Schneider weitgehend zufrieden.

Die AMMD war mit der Arbeit von Étienne Schneider weitgehend zufrieden.

Die AMMD (Vereinigung der Ärzte und Zahnärzte) gab am Mittwoch eine gemischte Bewertung der Arbeit von Gesundheitsminister Étienne Schneider und des Ministers für soziale Sicherheit, Romain Schneider, ab. Mit dem Abdanken des Gesundheitsministers am kommenden Dienstag wird Paulette Lenert (LSAP) seine Nachfolgerin. Die AMMD betont deswegen noch einmal die Bedeutung des Gesundheitssystems.

Dabei nimmt AMMD-Präsident Alain Schmit kein Blatt vor den Mund: «Wir haben festgestellt, dass das Gesundheitssystem in einer Krise steckt». Eine immer noch unzureichende Zahl von Ärzten, eine zu langsame Digitalisierung und generell ein System, das durch Bürokratie erstickt. Aber die Bilanz des Gesundheitsministers gilt als besser als die des Ministers für soziale Sicherheit.

«Wir haben bei Étienne Schneider ein Bewusstsein und Verständnis dafür gesehen, was auf dem Spiel steht. Die soziale Sicherheit war hingegen wenig aufnahmefähig und verlangsamte den Fortschritt». Die AMMD hat deshalb ein neues System entwickelt, in dem Allgemeinmediziner, Fachärzte, Krankenhäuser und Patienten durch eine Anwendung besser vernetzt sind. Zu diesem Konzept gehört auch die Schaffung ambulanter Strukturen, die von Ärzten und Krankenhausmanagern mitverwaltet werden und ambulante Interventionen durchführen und so die Krankenhäuser entlasten könnten. «Das Ziel ist es, den Patienten besser zu lenken». Es bleibt abzuwarten, ob diese Ideen politische Auswirkungen haben werden.

(Maurice Magar/L'essentiel)

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