Europameister disqualifiziert – T-Shirt weg – Gold weg

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Europameister disqualifiziertT-Shirt weg – Gold weg

Zwei Disqualifikationen sorgen bei de Leichtathletik-EM in Zürich für Gesprächsstoff. Unglaubliches ereignete sich im Männerrennen über 3000 m Steeple.

Keystone/Petr David Josek

Der vermeintliche Sieger über 3000 m Steeple Mahiedine Mekhissi-Benabbad (Fr) wurde disqualifiziert. Der spanische Verband hatte gegen den Sieg des Olympia-Zweiten von 2008 und 2012 einen Protest eingelegt, der von der Jury gutgeheissen wurde. Mekhissi-Benabbad hatte rund 80 m vor dem Ziel und vor dem letzten Hindernis sein Trikot ausgezogen (Video unten). Für den Franzosen wäre es der dritte EM-Titel in Serie gewesen. So erbte sein Landsmann Yoann Kowal die Goldmedaille.

Hürden-Star erbt Bronze

Im Hürdensprint der Männer war eigentlich nur die Frage, mit welcher Zeit Martinot-Lagarde gewinnen würde. Nachdem sich der Franzose im April von seiner langjährigen Trainerin Patricia Girard getrennt hatte, lief er in diesem Jahr zu grosser Form auf. Mitte Juli durchbrach der Showman beim Diamond-League-Meeting in Monaco mit 12,95 Sekunden erstmals die 13-Sekunden-Marke.

Doch im Final im Letzigrund missriet ihm das Rennen komplett, er riss gleich mehrere Hürden um. Nutzniesser des schwachen Laufes von Martinot-Lagarde (13,28) war der Russe Sergej Schubenkow (13,18), der seinen Titel vor dem Briten William Sharman (13,26) erfolgreich verteidigte. Dass Martinot-Lagarde immerhin noch Bronze holte, lag daran, dass Dimitri Bascout (Fr) der 3. Rang wegen Behinderung aberkannt worden war.

(L'essentiel/sda)

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