Häusliche Gewalt – Täter werden härter bestraft

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Häusliche GewaltTäter werden härter bestraft

LUXEMBURG – Wer einem Familienmitglied etwas antut, muss in Zukunft nicht nur einen Psychater aufsuchen. Tätern drohen auch höhere Strafen.

Täter müssen dem gemeinsamen Zuhause nach Inkrafttreten des Gesetzes länger als bisher fernbleiben.

Täter müssen dem gemeinsamen Zuhause nach Inkrafttreten des Gesetzes länger als bisher fernbleiben.

dpa

Täter müssen künftig einen Psychologen konsultieren - das ist einer der Hauptpunkte im neuen Gesetzesprojekt zur häuslichen Gewalt. Das Gesetz, eine Priorität der Regierung, soll dabei helfen, Opfer und ihre Angehörigen besser zu schützen. So steigt die Dauer, in der der Täter das gemeinsame Zuhause verlassen muss, von zehn Tagen auf zwei Wochen. Er muss sich künftig 100 Meter von allen Orten fernhalten, die das Opfer und seine Angehörigen aufsuchen (Wohn- und Arbeitsort, Schule der Kinder etc.).

Die neue Maßnahme wurde am Montag vom nationalen Frauenrat (CNFL) begrüßt. Er bedauert jedoch, dass der Gesetzgeber es dem Staatsanwalt überlassen will, eine Mediation vorzuschlagen. «In unseren Augen muss eine Vermittlung natürlicherweise von einer der beiden betroffenen Parteien ausgehen und nicht vom guten Willen der Gerichtsbehörden abhängen», sagt Anik Raskin vom CNFL. Das Gesetzesprojekt wird noch in diesem Jahr den Abgeordneten vorgelegt.

(L'essentiel online/Pat)

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