Philippinen – Taifun Nock-Ten fordert bereits ein Opfer

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PhilippinenTaifun Nock-Ten fordert bereits ein Opfer

Nach Medienberichten ist in der Provinz Quezon ein Mann von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Somit hat der Taifun Nock-Ten ein erstes Menschenleben gefordert.

Tausende Menschen in den Philippinen müssen an Weihnachten ihre Häuser verlassen, denn ein Taifun naht. Der Wirbelsturm bringt Chaos, Zerstörung und einem Farmer den Tod. Taifun «Nock-Ten» schwächt sich zwar ab, hält nun aber auf dicht besiedelte Gebiete nahe Manila zu.

Ein gewaltiger Taifun hat vielen Philippinern den Weihnachtsfeiertag verhagelt und für Chaos und Zerstörung gesorgt. In der Provinz Quezon wurde ein Farmer von einem herabgefallenen Baum erschlagen, wie Behördenvertreter mitteilten. In fünf Provinzen fiel der Strom aus. Tausende Menschen wurden vertrieben. Viele strandeten, weil Flugzeuge nicht starten und Fähren nicht in See stechen durften.

Am Sonntagabend war Taifun «Nock-Ten» mit heftigem Regen, Windböen und Sturmfluten auf der Insel Catanduanes in der Region Bicol auf Land getroffen. Dann zog er westwärts über Berge und Inselprovinzen hinweg. Dabei wurden Häuser zerstört, Bäume entwurzelt und Telefonleitungen hinuntergerissen, wie Behördenvertreter und örtliche Medien meldeten.

Vor der Ankunft von «Nock-Ten» hatten Behörden eine Sturmwarnung ausgegeben und zu Evakuierungen aufgerufen. Doch wegen der Feiertage wollten viele in dem mehrheitlich katholischen Land ihre Häuser nicht verlassen. Die Gouverneurin von Catanduanes, Shirley Abundo, leitete letztlich Zwangsevakuierungen ein. Ihr Amtskollege aus der Region Camarines Sur, Miguel Villafuerte, lockte Anwohner mit Spanferkeln - dem sogenannten Lechon - in Notunterkünfte.

Am Montag schwächte sich der Taifun etwas ab und bewegte sich auf die dicht besiedelten Provinzen Batangas und Cavite nahe der Hauptstadt Manila zu, wie staatliche Meteorologen mitteilten. «Nock-Ten» komme noch immer auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde, warnten sie.

Zehntausende Bewohner von Dörfern, die der Taifun auf seinem Weg hinter sich ließ, hatten Weihnachten in überfüllten Notunterkünften ohne Strom verbringen müssen. Sie kehrten mittlerweile zurück, um die Schäden in Augenschein zu nehmen. Ann Ongjoco, Bürgermeisterin der Stadt Guinobatan in der von Stromausfällen betroffenen Provinz Albay, berichtete von Zerstörungen an vielen Häusern, die aus leichtem Material erbaut worden seien.

Rund 20 Taifune und andere Stürme ziehen jedes Jahr vom Pazifik aus über die Philippinen. In den vergangenen 65 Jahren trafen sieben das Land am Ersten Weihnachtsfeiertag. Im November 2013 brachte der verheerende Taifun «Haiyan» Tod und Zerstörung über ganze Landstriche: Mehr als 7300 Menschen kamen ums Leben, mehr als fünf Millionen weitere wurden vertrieben.

(L'essentiel/foa/sda)

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