Nach US-Drohnenangriff: Taliban: Wussten nichts von Aufenthaltsort von Al-Kaida-Chef

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Nach US-DrohnenangriffTaliban: Wussten nichts von Aufenthaltsort von Al-Kaida-Chef

Die Taliban äußerten sich erstmals seit dem Drohnenangriff vom Sonntag. Sie bestritten den Aufenthaltsort des getöteten Al-Kaida-Chefs Aiman al-Sawahiri in Afghanistan gewusst zu haben.

24.05.2022, Afghanistan, Kabul: Mullah Abdul Ghani Baradar, amtierender stellvertretender Ministerpräsident der Übergangsregierung der afghanischen Taliban, spricht während einer Zeremonie zur Unterzeichnung von Dokumenten. Die Taliban gaben am Dienstag bekannt, dass sie eine Vereinbarung unterzeichnet haben, die es dem in Abu Dhabi ansässigen Unternehmen GAAC Solutions erlaubt, die Flughäfen in Herat, Kabul und Kandahar zu verwalten. Foto: Ebrahim Noroozi/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mullah Abdul Ghani Baradar, amtierender stellvertretender Ministerpräsident der Übergangsregierung der afghanischen Taliban.

Ebrahim Noroozi/AP/dpa

Die militant-islamistischen Taliban haben bestritten, etwas vom Aufenthaltsort des nach US-Angaben getöteten Al-Kaida-Chefs Aiman al-Sawahiri in Afghanistan gewusst zu haben. Sie gingen den Aussagen nach, wonach der Terrorist bei einem US-Drohnenangriff getötet worden sei, teilte die Taliban-Regierung am Donnerstag mit.

Damit äußerten sich die Taliban erstmals seit dem Drohnenangriff vom Sonntag. Nach US-Angaben wurde Al-Sawahiri auf dem Balkon eines Hauses in Kabul getötet, das mit einem Taliban-Funktionär in Verbindung steht.

Die Taliban hatten im Doha-Abkommen von 2020 mit den USA versprochen, dass sie keinen Al-Kaida-Mitgliedern Unterschlupf gewähren würden. In der Stellungnahme vom Donnerstag gaben sie an, es gehe «vom Territorium Afghanistan keine Gefahr für irgendein Land aus, darunter Amerika».

(DPA)

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