Wegen Libyen-Krise – Tanken könnte günstiger werden
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Wegen Libyen-KriseTanken könnte günstiger werden

LUXEMBURG – Der Ölpreis gibt angesichts der Entwicklungen im Ölförderland Libyen nach. Die günstigeren Preise könnten an die Verbraucher weitergegeben werden.

Der Erfolg der Rebellen in Libyen könnte bald an den luxemburgischen Tankstellen zu spüren sein.

Der Erfolg der Rebellen in Libyen könnte bald an den luxemburgischen Tankstellen zu spüren sein.

Kostet der Liter Benzin an der Tankstelle in den kommenden Tagen weniger als derzeit? Unwahrscheinlich ist dies nicht. Schließlich hat der für den europäischen Ölmarkt maßgebliche Brent-Ölpreis am Montag den Sinkflug mit der Hoffnung auf ein schnelles Ende des Konflikts im Ölförderland Libyen weiter fortgesetzt. Die Nordseesorte Brent fiel zeitweise in die Nähe von 105 Dollar pro Barrel (159 Liter), rund 3 Dollar weniger als am Freitag.

Sinkflug muss sich bestätigen

«Wenn sich diese Tendenz in den kommenden Tagen fortsetzt, stehen die Chancen gut, dass die Preise an den Tankstellen ebenfalls sinken», sagte René Winkin, Generalsekretär des luxemburgischen Unternehmerverbandes Fedil und des Mineralölverbandes (Groupement Pétrolier), auf Anfrage von «L’essentiel Online». Doch hänge der Erdölpreis von zahlreichen Faktoren ab, zum Beispiel den Entwicklungen an den Finanzmärkten. Zudem setze sich der Preis an der Zapfsäule aus vielen Elementen zusammen, wie Steuern, die nicht variabel seien. Lediglich ein Drittel des Preises werde vom Erdölpreis beeinflusst.

Es wird erwartet, dass mit einem Ende des Konflikts in Libyen die Ölproduktion im Land wieder in die Wege geleitet wird. Vor dem Ausbruch der Unruhen im März betrug die Ölproduktion Libyens 1,6 Millionen Barrel pro Tag. Seither ist das Produktionsvolumen nach Schätzungen von Commerzbank-Experten auf täglich nur noch 60 000 Barrel gesunken.

ks/L'essentiel Online/dpa

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