USA: Tausende demonstrieren für Recht auf Abtreibung 

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USATausende demonstrieren für Recht auf Abtreibung 

In Florida spricht Vizepräsidentin Harris zu Protestteilnehmern – an dem Tag, der eigentlich der 50. Jahrestag des landesweiten Rechts auf Abtreibung gewesen wäre.

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In mehreren Bundesstaaten der USA haben die Menschen am Sonntag für das Recht auf Abtreibung demonstriert. 

In mehreren Bundesstaaten der USA haben die Menschen am Sonntag für das Recht auf Abtreibung demonstriert. 

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Der Tag hätte den 50. Jahrestag des vom Obersten Gerichtshof am 24. Juni 2022 gekippten landesweiten Rechts auf Abtreibung markiert.

Der Tag hätte den 50. Jahrestag des vom Obersten Gerichtshof am 24. Juni 2022 gekippten landesweiten Rechts auf Abtreibung markiert.

IMAGO/Sipa USA
In New York ließen sich die Demonstrantinnen und Demonstranten verschiedene Darbietungen einfallen. 

In New York ließen sich die Demonstrantinnen und Demonstranten verschiedene Darbietungen einfallen. 

IMAGO/ZUMA Wire

Tausende Menschen haben in den USA am Sonntag für das Recht auf Abtreibung protestiert. Der Tag hätte den 50. Jahrestag des vom Obersten Gerichtshof am 24. Juni 2022 gekippten landesweiten Rechts auf Abtreibung markiert.

Die Organisatoren des «Women’s March» verliehen den Märschen in Madison, Wisconsin und Dutzenden anderen Städten in diesem Jahr das Motto «Bigger than Roe» – grösser als Roe – in Anlehnung an die Rechtssache Roe vs. Wade, deren Urteil aus dem Jahr 1973 das bis zum vergangenen Jahr bestehende landesweite Recht auf Abtreibung begründet hatte.

«Wir gehen dorthin, wo der Kampf ist»

Damit verlagerte sich der Fokus der Abtreibungsbefürworter auf die Ebene der US-Staaten. «Wir gehen dorthin, wo der Kampf ist», hieß es auf der «Women’s March»-Webseite. Nach der Entscheidung des Supreme Courts vom vergangenen Jahr wurden in mehr als einem Dutzend Staaten Abtreiberechte eingeschränkt oder Abtreibungen fast vollständig verboten.

In Tallahassee, der Hauptstadt Floridas, hielt Vizepräsidentin Kamala Harris vor Demonstranten eine flammende Rede. «Können wir wirklich frei sei, wenn Familien intime Entscheidungen über den Verlauf ihrer eigenen Leben nicht treffen können?», fragte sie. «Und können wir wirklich frei sein, wenn sogenannte Anführer behaupten ... ‹Vorreiter der Freiheit›, ich zitiere, zu sein, während sie es wagen, die Rechte des amerikanischen Volkes einzuschränken und die Grundlagen der Freiheit anzugreifen?»

In Madison, wo Tausende Befürworter von Abtreiberechten in Wintermänteln und mit Handschuhen den eisigen Temperaturen trotzten, sagte Alaina Gato, die zusammen mit ihrer Mutter Meg Wheeler an dem Marsch teilnahm, es gehe um elementare Menschenrechte. «Das ist meine Tochter. Ich möchte sicherstellen, dass sie das Recht hat, zu entscheiden, ob sie ein Kind möchte», sagte Wheeler.

(dpa/sys)

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