Republik Kongo – Tausende flüchten nach Vulkanausbruch
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Republik KongoTausende flüchten nach Vulkanausbruch

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist der 3470 Meter hohe Vulkan Nyiragongo ausgebrochen. Erinnerungen an den schweren Ausbruch von 2002 werden wach.

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist der Vulkan Nyiragongo ausgebrochen. Tausende Bewohnerinnen und Bewohner flüchteten am Samstagabend aus der Stadt Goma, die Regierung ordnete nach einer Krisensitzung die Evakuierung der Stadt an. Ein Lavastrom erreichte den Flughafen von Goma.

Die Lage spitze sich zu, berichtete ein Vertreter des Virunga-Nationalparks, in dem der Vulkan liegt. Ein Lavastrom habe den Flughafen erreicht und bewege sich auf das Ufer des Kivu-Sees zu. Der Ausbruch erinnere stark an die letzte große Eruption des Nyiragongo im Jahr 2002.

Mehr als 600 Menschen sterben 1977

Damals waren mehr als hundert Menschen getötet und fast der gesamte östliche Teil von Goma mit Lava bedeckt worden, darunter auch die Hälfte der Landebahn des Flughafens von Goma. Die bisher folgenschwerste Eruption des Nyiragongo ereignete sich 1977, damals starben mehr als 600 Menschen. In der Region an der Grenze zu Ruanda und Uganda gibt es insgesamt sechs über 3000 Meter hohe Vulkane.

Goma in der Provinz Nord-Kivu beherbergt einen bedeutenden Stützpunkt von UN-Blauhelmen. Auch viele internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen arbeiten von dort aus.

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(L'essentiel/AFP/roy)

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