Twitter-Sturm – Taylor Swifts Vagina und das Schinkensandwich

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Twitter-SturmTaylor Swifts Vagina und das Schinkensandwich

Eine Frau behauptet, dass ein schlecht belegtes Schinkenbrötchen wie Taylor Swifts Intimbereich aussehe. Die Twitter-Gemeinde hält entschieden dagegen.

Wenn Jennifer Mayers – die sich selbst mit «Ehefrau, Mutter, Christin» beschreibt – twittert, dann bekommt die in Louisiana lebende Guatemaltekin dafür in der Regel Likes und Retweets im einstelligen Bereich. Einer ihrer Beiträge hat vor kurzem aber über 1500 Likes und Retweets eingeheimst – und die meisten Reaktionen sind voller Kopfschütteln und Häme.

Womit hat die predigende Christin (und üble Rassistin, wenn man sich durch ihre Twitter-Timeline kämpft) denn solch einen Aufruhr angezettelt? Nun, hiermit:

Übersetzt steht da: «Der Grund, warum ich das #Christentum predige. Die meiner Töchter wird rechts veranschaulicht. Und Taylor Swifts Vagina wird links dargestellt.» Tatsächlich, Mayers will anhand von zwei unterschiedlich sorgfältig belegten Schinken-Sandwiches aufzeigen, wie die Intimbereiche von einerseits Popstar Taylor Swift und andererseits ihrer Tochter aussehen sollen.

Fakten? Fehlanzeige!

Was sie damit vermutlich sagen will: Die Vagina ihrer Tochter ist schön und unberührt, weil ihre Besitzerin christlich erzogen wurde; die von Swift flattert im Wind wie ein Fähnchen, weil sie von ganz viel (natürlich unehelichem) Sex – entschuldigen Sie die Ausdrucksweise – ausgeleiert ist.

Wahrscheinlich reicht nicht einmal der theoretisch unbegrenzte Speicherplatz des Internets aus, wenn man alles auflisten möchte, was an diesem Tweet kreuzfalsch ist. Zunächst einmal ist das, was Mayers mit dem Sandwich-Schinken zeigen will, die Vulva und nicht die Vagina. Dann sehen die Geschlechtsorgane jeder Frau anders aus; mal sind die äußeren Schamlippen größer, mal die inneren. Und das Wichtigste: Egal, wie viel Verkehr zwischen den Beinen herrscht, die Vulva behält ihre Form bei, da wird nichts permanent geweitet.

Sexuelle Verklärung

Sowieso: Woher will Jennifer Mayers überhaupt wissen, wie oft es Taylor Swift im Bett krachen lässt? Sie hat viele Beziehungen, aber was da genau mit wem geht, ist nicht bekannt. Und man will gar nicht wissen, wie jemand, der die Vielfalt weiblicher Geschlechtsorgane anhand von Schinkenbrötchen aufzeigt, seine Töchter sexuell aufklärt. Im Fall von Mayers lautet die Frage jedoch nicht «wie», sondern «ob überhaupt».

Die besten Reaktionen auf den Tweet sehen Sie oben in der Bildstrecke.

(L'essentiel/shy)

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