Kalifornien: Tesla-Fahrer steht nach tödlichem Unfall mit Autopilot vor Gericht

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KalifornienTesla-Fahrer steht nach tödlichem Unfall mit Autopilot vor Gericht

Zwei Personen starben in ihrem Wagen, als ein autonom gelenktes entgegenkommendes Elektroauto mit ihrem Fahrzeug kollidierte. Dabei könnte es sich um fahrlässige Tötung gehandelt haben, befand nun ein Richter. Ein Urteil könnte schwerwiegende Folgen haben.

von
Patrick McEvily
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Ein Tesla-Fahrer, der im Dezember 2019 in einen Unfall mit zwei Todesopfern involviert war, muss sich im US-Bundesstaat Kalifornien wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. (Symbolbild)

Ein Tesla-Fahrer, der im Dezember 2019 in einen Unfall mit zwei Todesopfern involviert war, muss sich im US-Bundesstaat Kalifornien wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. (Symbolbild)

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Der Fahrer hatte mehrere Funktionen für autonomes Fahren aktiviert, als es zum Unfall kam. (Symbolbild)

Der Fahrer hatte mehrere Funktionen für autonomes Fahren aktiviert, als es zum Unfall kam. (Symbolbild)

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Der Unfall ereignete sich in Gardena, einem Stadtteil von Los Angeles. Im Fahrzeug, das mit dem Tesla zusammenstieß, saßen ein 40-jähriger Mann und eine 39-jährige Frau. Beide starben noch vor Ort.

Der Unfall ereignete sich in Gardena, einem Stadtteil von Los Angeles. Im Fahrzeug, das mit dem Tesla zusammenstieß, saßen ein 40-jähriger Mann und eine 39-jährige Frau. Beide starben noch vor Ort.

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Im Dezember 2019 kam es in der US-Metropole Los Angeles zu einem tödlichen Unfall, in den ein Tesla Model S sowie ein Honda Civic involviert waren. Das Elektrofahrzeug war über ein Rotlicht gefahren und auf einer Kreuzung mit einem anderen Auto kollidiert, in dem ein 40-jähriger Mann und seine 39-jährige Begleiterin saßen. Die beiden zogen sich dabei tödliche Verletzungen zu und verstarben noch auf der Unfallstelle. Wie unter anderem der Lokalsender ABC7 berichtet, hat ein Richter in Los Angeles nun entschieden, dass der 27-jähriger Tesla-Fahrer sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten muss. Er hatte zum Unfallzeitpunkt den Autopiloten eingeschaltet.

Behörden ordneten Untersuchung der Tesla-Flotte an

Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte der Mann die beiden Funktionen «Autosteer» und «Cruise Control» aktiviert. Wie Tesla nach einer Untersuchung des Unfalls bekanntgab, hatte er während des Unfalls eine Hand auf dem Lenkrad. Die Datenauswertung habe allerdings gezeigt, dass die Bremsen nicht betätigt worden waren. Das Unternehmen hatte im Anschluss an den Unfall erklärt, Fahrer müssten auch bei eingeschalteten Autopiloten stets das Verkehrsgeschehen aufmerksam beobachten und eingreifen können.

Ein mögliches Urteil im Fall könnte wegweisend sein. Wie die «Daily Mail» schreibt, ist es das erste Mal, dass ein US-Gericht einen solchen Fall verhandelt. In den vergangenen Monaten und Jahren ist es in den USA zu mehreren Unfällen mit Autopiloten oder selbstfahrenden Autos gekommen. Im vergangenen Herbst kündigten die Behörden eine Großuntersuchung bei Tesla an.

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