Instagram – Tessy von Luxemburg ruft zum Boykott auf

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InstagramTessy von Luxemburg ruft zum Boykott auf

Tessy ruft auf Instagram dazu auf, die Hotels des Sultans von Brunei zu boykottieren. Denn Schwulen und Lesben droht unter dem Sultan die Todesstrafe.

In Brunei droht Schwulen und Lesben von diesem Mittwoch an die Todesstrafe. Darum gibt es internationalen Protest. An dessen Spitze steht George Clooney. Aber auch aus Luxemburg kommt Kritik.

Von Hollywood nach Luxemburg

Die Zwillinge von George Clooney und seiner Frau Amal, Ella und Alexander, sind noch keine zwei Jahre alt. Was schwul ist und was Steinigung bedeutet, wissen die beiden Promi-Kinder noch nicht. Wohl aber in ein paar Jahren. Und dann kommt vielleicht die Frage: «Stimmt es, dass der Kerl, dem all diese tollen Hotels gehörten, schwule Leute zu Tode steinigen ließ?» Und die Antwort lautet: «Ja.» Und die nächste Frage dann: «Und Du bist trotzdem weiterhin da reingegangen?»

Bislang ist das nur das Gedankenspiel eines spät Vater gewordenen Hollywood-Stars. Aber mit diesem fiktiven Dialog hat Clooney (57) in einer Kolumne für das Online-Portal Deadline jetzt selbst noch einmal erläutert, warum er so nachdrücklich gegen den Sultan von Brunei, Hassanal Bolkiah (72), mobil macht. In dem Kleinstaat auf Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, kann Homosexualität von diesem Mittwoch an mit der Hinrichtung bestraft werden. Auf gleichgeschlechtlichen Sex steht nun die Todesstrafe durch Steinigung.

Die UN und Amnesty International empören sich – genauso wie Tessy von Luxemburg

Die Empörung darüber ist groß. Die Vereinten Nationen forderten das Mitgliedsland auf, die Strafen nicht in Kraft zu setzen. Von zahlreichen westlichen Regierungen kommt Protest. Das Auswärtige Amt in Berlin bestellte Bruneis Botschafterin ein. Amnesty International appellierte, auf «unmenschliche Strafen» zu verzichten. Die meiste Aufmerksamkeit bekam jedoch Clooney. Der Schauspieler rief dazu auf, künftig alle Luxushotels zu boykottieren, die dem Sultan gehören. Andere Prominenz wie Elton John und Jamie Lee Curtis schloss sich an.

Und auch aus dem Großherzogtum folgt ein Aufruf zum Boykott: Tessy von Luxemburg meldet sich auf Instagram zu Wort.

Und der Sultan? Der bleibt stur. In seinem Immobilienbesitz befinden sich über die Brunei Investment Company neun Luxushotels in aller Welt: beste Adressen wie das «Beverly Hills» und das «Bel Air» in Los Angeles, das «Dorchester» in London oder das «Plaza Athenée» in Paris gehören dazu. Hier wird Tessy von Luxenburg künftig nicht mehr in den Betten liegen.

(L'essentiel/dpa/M.B.)

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