In Luxemburg – Theater in der Hauptstadt holen Stars auf die Bühne

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In LuxemburgTheater in der Hauptstadt holen Stars auf die Bühne

LUXEMBURG – Jude Law und Isabelle Huppert werden in der neuen Spielzeit auf der Bühne des Grand Théâtre stehen. Nur zwei von vielen Leckerbissen für Kulturfans.

Die Theater der Stadt Luxemburg haben ihr Programm für die neue Spielzeit 2016/17 vorgestellt. Auf den Bühnen gibt es in der neuen Saison bekannte Stars und klassische Stoffe zu erleben: So wird Isabelle Huppert wird am 26. und 27. November in «Phèdre(s)» in Luxemburg auf der Bühne stehen. Einen Tag später liest die französische Schauspielerin im Théâtre des Capucins Texte des Marquis de Sade.

Fans des britischen Schauspielers Jude Law sollten sich den 23. bis 25. Juni vormerken: Dann spielt der Star unter der Regie des Belgiers Ivo van Hove. Das Stück «Obsession» lehnt sich an Viscontis gleichnnamigen Neorealismo-Film an und erzählt eine Dreiecksgeschichte mit tödlichem Ausgang. Noch klassischer wird es mit «Penelope» von James Joyce und «Le Cid» von Corneille im Dezember, dann folgen moderne Klassiker mit «Der Steppenwolf» im Januar und «The Crucible» von Arthur Miller im April.

Gainsbourg und Luxemburger Stücke

Auch Liebhaber populärer Kunst und revolutionärer Chansons kommen auf ihre Kosten: In «Par-delà les marronniers» stehen Ende Oktober drei dandyhafte Dadaisten der 20er im Mittelpunkt, eine Hommage an Serge Gainsbourg gibt es Mitte Oktober mit dem Stück «Gainsbourg, Gainsbarre, faut voir» von Hervé Sogne. Mit «Amara terra mia» wird Anfang Februar ein luxemburg-deutsch-italienisches Theaterprojekt über Migranten aufgeführt.

Um wirtschaftlichen Patriotismus und die Übernahme Arcelors durch den indischen Milliardär Lakshmi Mittal geht es Anfang November in dem Stück «En Tiger am Rousegäertchen». Es spielen Désirée Nosbusch, Luc Feit und Anouk Wagner. Einige Wochen später bringt Luc Spada die Uraufführung seines Stücks «Pura Vida» mit Luc Schiltz (Lëtzebuerger Filmpräis für «Eng nei Zäit») auf die Bühne. Es geht um Informationsüberfluss, Internetalbträume und Bewusstseinsströme.

Tanz und Oper

Auch die Tanz- und Opernsparten halten in der neuen Saison einige Leckerbissen bereit. Die Choreographin Michèle Anne De Mey und Regisseur Jaco Van Dormael («Das brandneue Testament») machten sich 2011 mit dem Erfolg von «Kiss & Cry» einen Namen. Mit «Cold Blood» gibt es Ende September ein weiteres ihre Finger-Tanzstücke zu sehen. Nach «Masurca Fogo» kommt das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch mit dem Wasser-Stück «Vollmond» im Dezember zurück ins Großherzogtum. Bei der «Breakin’ Convention» zeigen Rapper, Streetdancer, Freestyler, Graffiti-Künstler, DJs, Beatboxer und MC’s Mitte Juni, was es Neues in der Szene gibt.

Für Opernfans sind unter anderem interessant der Puccini-Klassiker «La Bohème», die ungewöhnliche irische Oper «The Last Hotel» und der Cole-Porter-Musicalhit «Kiss me Kate». Bei der weniger bekannten Verdi-Oper «Simon Boccanegra» wird OPL-Direktor Gustavo Gimeno Ende März erstmals eine Oper im Grand Théâtre dirigieren.

(sop/L'essentiel)

Die Spielzeit 2016/17 der Théâtres de la Ville beginnt am 27. September. Die Karten für die neue Saison gibt es ab sofort zu kaufen.

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