Luxemburger Fußballerin – Thompson will auch in den Playoffs zünden

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Luxemburger FußballerinThompson will auch in den Playoffs zünden

Nach furiosen Wochen steht die Luxemburgerin Amy Thompson mit ihrer Uni in den Playoffs um die Fußball-Meisterschaft in den USA.

Nationalspielerin Amy Thompson steht in den USA mit ihrer Uni in den Playoffs.

Nationalspielerin Amy Thompson steht in den USA mit ihrer Uni in den Playoffs.

Editpress/Gerard Jerry

Sie zündete gleich wie eine Rakete. Mitte September gab Amy Thompson ihr Debüt für das Team der Universität Stony Brook in den USA. Nun, eineinhalb Monate später, ist ihr Name in aller Munde. Seit die Fußballerin aus Luxemburg dabei ist, hat ihre Mannschaft acht von elf Duelle gewonnen. Sie wurde in dieser Zeit Spielerin der Woche und trotz ihrer wenigen Partien in das zweitbeste Team der Saison gewählt. «Die letzten Wochen waren wie eine Achterbahnfahrt. Ich hatte gute Spiele, aber auch weniger gute», sagt die 22-Jährige im Gespräch mit L'essentiel bescheiden. Nun starten in der Nacht zum Freitag die Playoffs mit dem Spiel gegen Vermont.

Als Thompson im August 2015 Richtung New York aufbrach, hatte sie sich einiges vorgenommen. «Es war immer schon mein Traum, in den USA zu spielen. Als ich die Möglichkeit bekam, musst ich nicht zweimal überlegen», erzählt sie. Sie setzte ihr Soziologie-Studium, dass sie an der Uni Luxemburg begonnen hatte, an der Stony Brook fort und wollte auch im Fußballteam durchstarten. Doch aufgrund einer fehlenden Spielerlaubnis durfte Thompson, die früher für Progrès Niederkorn auf dem Platz stand, in ihrem ersten Jahr nicht kicken. Als es endlich soweit war, verletzte sie sich im August. «Ich habe nur dieses eine Jahr, um etwas zu erreichen. Von daher spüre ich schon einen gewissen Druck», sagt sie.

Alles-oder-nichts-Wochen

Und dass sie etwas erreichen will, zeigte sie gleich mit dem Siegtor bei ihrem Debüt im September. Seitdem erzielte die Mittelfeldspielerin in elf Spielen fünf Tore, bereitete vier Treffer vor und hat maßgeblichen Anteil am Höhenflug der Stony Brook. «Ich denke nicht, dass das alleine etwas mit mir zu tun hat. Wir haben die Aufstellung ein wenig geändert und arbeiten jetzt auch mehr als Team zusammen», sagt die kleine Technikerin, die sich an die hohen Athletikanforderungen in den Staaten erst gewöhnen musste.

Nun stehen entscheidende Wochen für Thompson an. Im Dezember kehrt sie wieder zurück ins Großherzogtum. Bis dahin will sie ihren Bachelor in der Tasche haben und auch noch möglichst viele Spiele bestreiten. In der K.o.-Runde der America East Conference kann nun jedes Duell ihr letztes in den USA sein. Im Viertelfinale wartet mit Vermont aber ein Gegner, den Stony Brook vor Kurzem mit 2:0 geschlagen hat. «Ich glaube, wir haben gute Chancen gegen Vermont. Wir wissen wie sie spielen und werden uns einen guten Plan zurechtlegen», sagt die Luxemburgerin, die sicher speziell im Visier des Gegners stehen wird – schließlich hat sie sich in kurzer Zeit schon einen Namen gemacht.

(Henning Jochum/L'essentiel)

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