Bewährungsstrafe – Tierarzthelferin soll Pferde getötet haben
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BewährungsstrafeTierarzthelferin soll Pferde getötet haben

SAARBRÜCKEN – Das Amtsgericht Saarbrücken hat eine Tierarzthelferin verurteilt. Ungeklärte Krankheitsbilder und Todesfälle bei Pferden hatten sich in der Klinik gehäuft.

Das Amtsgericht Saarbrücken hat die Angeklagte zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilt.

Das Amtsgericht Saarbrücken hat die Angeklagte zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilt.

DPA/Oliver Dietze

Eine frühere Tierarzthelferin, die im Saarland Pferde getötet und gequält haben soll, ist zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Das entschied das Amtsgericht Saarbrücken am Dienstag. Die Bewährungszeit setzte das Gericht auf drei Jahre an. Zudem muss die Frau 1800 Euro an den Tierschutzbund zahlen.

Der früheren Mitarbeiterin einer Pferdeklinik in Überherrn war vorgeworfen worden, ohne tiermedizinische Berechtigung und ohne tiermedizinische Indikation zu behandelnden Pferden Narkosemittel injiziert zu haben. Zwei Pferde starben an dem Wirkstoff, der im Blut nachgewiesen wurde, zwei weitere Tiere mussten wegen der Folgen eingeschläfert werden.

Gegen die Angeklagte war ermittelt worden, nachdem sich die Zahl der ungeklärten Krankheitsbilder und Todesfälle in der Klinik gehäuft hatte und schließlich auch das bis dato gesunde Pferd der damaligen Klinikchefin zu den Opfern zählte. Obwohl dieses Tier zunächst nur unter Nasenausfluss gelitten hatte, musste es schließlich nach akutem Herz-Kreislaufversagen eingeschläfert werden.

(L'essentiel/dpa)

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