Im Zoo von Kopenhagen – Tiger töten Zoo-Besucher
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Im Zoo von KopenhagenTiger töten Zoo-Besucher

In der dänischen Hauptstadt haben Wärter am Morgen die Leiche eines Mannes im Raubtier-Gehege entdeckt. Die Polizei ermittelt, ob es sich um einen außergewöhnlichen Suizid handelt.

Nachdem die Spurenermittler ihre Arbeit erledigt hatten, wurde das Tiger-Gehege bereits Stunden später wieder zugänglich gemacht.

Nachdem die Spurenermittler ihre Arbeit erledigt hatten, wurde das Tiger-Gehege bereits Stunden später wieder zugänglich gemacht.

AFP

Im Tigergehege des Kopenhagener Zoos ist am Mittwoch ein toter Mann gefunden worden. Die Leiche habe Bisswunden am Hals aufgewiesen, sagte Polizeisprecher Lars Borg. Als ein Tierpfleger am Morgen zur Arbeit gekommen sei, hätten drei Tiger um den leblosen Körper herumgestanden.

Beim Toten handelt es sich um einen 21-jährigen Ausländer mit Aufenthaltsgenehmigung für Dänemark. Wie und warum der Mann in das Gehege gekommen sei, müsse noch ermittelt werden, sagte Borg weiter. Eine ungewöhnliche Form der Selbsttötung sei nicht auszuschließen.

Tiger dürfen weiterleben

Die Sicherheitsvorkehrungen des Zoos seien ausreichend gewesen, liess die Polizei gegenüber «The Copenhagen Post» verlauten. Die Hundepatrouillen hätten jedoch nichts Ungewöhnliches beobachtet. In der Vergangenheit seien schon öfter ungebetene Nachtgäste in den Zoo eingebrochen, doch stets hätten die Hunde dies bemerkt.

Entsprechend habe der Kopenhagener Zoo trotz des Unglücks keine Pläne, die Sicherheitsvorkehrungen nun zu ändern, sagte Zoodirektor Steffen Straede. «Aber selbstverständlich wollen wir genau herausfinden, wie es dazu kommen konnte.»

Die Tiger dürfen weiterleben. «Es war nicht ihr Fehler», stellte Straede klar. Bereits einige Stunden nach den tödlichen Bissen konnten Zoo-Besucher wieder zum Gehege der Raubkatzen pilgern.

(L'essentiel Online / rem/dapd)

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