Moskau: TikTok in Russland wegen LGBTQ-Inhalt zu Geldstrafe verurteilt

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MoskauTikTok in Russland wegen LGBTQ-Inhalt zu Geldstrafe verurteilt

Anfang des Jahres soll auf der Plattform ein Video gepostet worden sein, dass gegen russische Gesetze verstößt.

(FILES) This file photo taken on October 12, 2021 shows the Chinese social networking service TikTok's logo on a smartphone screen in Moscow. - TikTok is serving up misinformation to users searching for news about politics, climate change, Covid-19, the war in Ukraine and more, according to a report released on September 14, 2022. (Photo by Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)

In letzter Zeit bemüht sich die russische Regierung um eine strengere Kontrolle der Plattform.

AFP

Ein russisches Gericht hat die Videoplattform TikTok zu einer Geldstrafe verurteilt, weil das Unternehmen einen LGBTQ-Inhalt nicht löschte. Das Bezirksgericht in Moskau verhängte die Strafe in Höhe von 3 Millionen Rubel (50.000 Euro) gegen die Plattform nach einer Beschwerde der russischen Aufsichtsbehörde. TikTok, das dem chinesischen Konzern ByteDance gehört, reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um einen Kommentar.

Die staatliche Kommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor beschwerte sich der Gerichtsakte zufolge über ein Anfang des Jahres auf der Plattform veröffentlichtes Video, das gegen russische Gesetze verstoße. Gemeint waren Gesetze, in denen eine Förderung von «LGBTQ, radikalem Feminismus und einer verzerrten Sicht auf traditionelle sexuelle Beziehungen» untersagt wird.

Die russische Regierung bemüht sich in jüngster Zeit vermehrt um eine stärkere Kontrolle über das Internet und die sozialen Medien. In diesem Jahr wurden bereits der Chatdienst WhatsApp und Snapchat zu Geldstrafen verurteilt, weil sie Daten russischer Nutzer nicht auf lokalen Servern gespeichert hatten. Auch diese Urteile gingen auf Beschwerden von Roskomnadsor zurück. Auch Spotify und die Match Group, der Betreiber der Dating-App Tinder, mussten schon Geldstrafen in Russland zahlen.

(DPA)

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