Ranking 2021 – Tiktok ist die beliebteste Website der Welt
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Ranking 2021Tiktok ist die beliebteste Website der Welt

Im letzten Jahr war die Plattform Tiktok noch auf Platz sieben – nun ist sie ganz oben. Die großen Player im Netz bleiben auf den Spitzenplätzen mehrheitlich unter sich.

Der Internetdienst Cloudfare hat bekanntgegeben, welche Websites im vergangenen Jahr besonders häufig besucht wurden. Im Vergleich zum Vorjahr kam es an der Spitze zu einem Wechsel: Platz eins erreicht neu das soziale Netzwerk Tiktok, und nicht mehr der bisherige Primus Google. In den Top Five der meistbesuchten Domains finden sich weiterhin die amerikanischen Netz-Giganten Facebook, Microsoft und Apple (in dieser Reihenfolge). Das auf Internetsicherheit spezialisierte Unternehmen Cloudfare misst den weltweiten Internettraffic seit September 2020. Die Daten sind international. In der Schweiz landet Tiktok auf Platz vier hinter Microsoft, Google und Apple.

Twitter überholt Instagram – Linkedin mit starkem Schlussspurt

Die Welt scheint auch fünf Jahre nach der Lancierung des Dienstes nicht genug von den Kurzvideos auf Tiktok zu kriegen. Im vergangenen Jahr sahen sich mehr Menschen Beiträge auf der Plattform an, als sie auf den Diensten von Google E-Mails schrieben, Kalendereinträge machten oder Fotos verwalteten. Tiktok schaffte es vor allem in der zweiten Jahreshälfte, die Nummer eins zu werden. Besonders stark waren die Tage rund um Thanksgiving in den USA.

Bildstrecke: Tiktok schnappt Google den Titel als beliebteste Website der Welt weg

Tiktok hat auch Facebook im Ranking der beliebtesten sozialen Netzwerke abgelöst. Dies, obwohl Facebook noch immer mit Abstand am meisten registrierte User hat. Rechnet man sämtliche Apps zusammen, die zum Meta-Konzern gehören, generiert das Unternehmen von Gründer und CEO Mark Zuckerberg noch immer am meisten Traffic. Die Panne im Oktober, während der sämtliche Dienste des Konzerns (Facebook, Whatsapp, Instagram) während Stunden nicht erreichbar waren, sorgte jedoch dafür, dass Facebook während sieben Tagen von Platz drei auf vier der weltweit beliebtesten Domains fiel.

Twitter, das dieses Jahr vor allem im Januar für seinen Entscheid, Ex-Präsident Donald Trump von seiner Plattform zu verbannen, Schlagzeilen machte, schaffte es zudem, Instagram hinter sich zu lassen (Platz vier resp. fünf). Bei den übrigen sozialen Netzwerken zeigt sich ein interessanter Trend: Die Business-Plattform Linkedin erzielte ab Juli 2021 nämlich ein enormes Wachstum. Als möglichen Grund geben die Expertinnen und Experten von Cloudfare die sogenannte «Great Resignation» in den USA an. Dort haben in den vergangenen zwölf Monaten Millionen Arbeitnehmende ihre Stelle gekündigt.

Signal und Co. nutzten die Kontroversen um Whatsapp

Einzelne Ereignisse im Jahr 2021 haben die Rankings zuweilen gehörig durchgewirbelt. Ein Beispiel war das Video einer Fitness-Instruktorin in Myanmar, die vor der Kamera turnte, während im Hintergrund Dutzende Militärlastwagen zu sehen waren, die den Putsch gegen die zivile Regierung vorbereiteten. Das Video des skurrilen Events war so beliebt, dass es Youtube dazu verhalf, zwischenzeitlich den Spitzenplatz der meistbesuchten Websites weltweit einzunehmen. Anfang Februar hatte die Plattform ohnehin einen Lauf: Knapp zehn Tage nach dem Putsch der Militärs in Myanmar veröffentlichte eine koreanische Behörde ihr Erklärvideo «Baby Shark Dance». Das Video verdrängte Luis Fonsis Hit «Despacito» aus dem Jahr 2017 vom Spitzenplatz der meistgeschauten Videos aller Zeiten.

Der Einfluss verschiedener Corona-Maßnahmen weltweit hat sich auch im zweiten Jahr seit Ausbruch der Pandemie bemerkbar gemacht. Die viele zur Zeit zu Hause sind, scheint besonders Youtube einen Schub gegeben zu haben; der Dienst war so beliebt, dass er zuweilen sogar Spitzenreiter Netflix überholte. Zu Beginn des Jahres hatte die Plattform, die dieses Jahr den Erfolgshit «Squid Game» landete, noch klar die Nase vorn. In der zweiten Jahreshälfte schaffte es die Google-Tochter jedoch mehrfach, mit Netflix gleichzuziehen.

Auch bei den Messengerdiensten haben die Expertinnen und Experten von Cloudfare hingeschaut. Klassenprimus Whatsapp hält sich in dieser Kategorie wie schon Ende 2020 an der Spitze. Auf den weiteren Plätzen folgen Telegram, der vor allem in China beliebte Dienst WeChat und danach Signal. Nicht miteinbezogen sind der iMessenger von Apple sowie in-App-Messengerdienste von Facebook und Instagram. Nachdem die Nachrichten rund um neue Nutzungsbedingungen und damit einhergehende Sorgen um die Rechte von Nutzern und Nutzerinnen zu Beginn des Jahres die Runde machte, wurden plötzlich die Alternativen beliebt – allen voran Signal. Im Januar machte die App einen unglaublichen Sprung von Rang 1815 auf 766 im Ranking der beliebtesten Websites weltweit.

(L'essentiel/Patrick McEvily)

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