Auf den Straßen – Tödliche Unfälle häufen sich 2018 in Luxemburg
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Auf den StraßenTödliche Unfälle häufen sich 2018 in Luxemburg

LUXEMBURG - Seit Anfang des Jahres ist die Zahl der Verkehrstoten im Großherzogtum besonders hoch. Doch einen Trend sehen die Verantwortlichen nicht.

Erst an diesem Wochenende haben drei junge Menschen ihr Leben nach dem schrecklichen Unfall auf der A3 verloren. Gemäß der Zahlen von L'essentiel sind damit in diesem Jahr bereits 29 Menschen auf den Straßen in Luxemburg gestorben. Das sind bereits vier mehr als 2017. Auch wenn es für eine Bilanz noch zu früh ist, die Zahlen sind jetzt schon verheerend.

Infrastrukturminister François Bausch sieht jedoch keinen Grund zur Panikmache. «Bei mindestens vier Opfern ist ein Herzstillstand oder ein Selbstmord als Ursache zu nennen. Man muss die Unfälle genauer betrachten, um die Realität widerzuspiegeln. Deshalb ziehen wir unsere Bilanz erst im kommenden Jahr», sagt der Grünen-Politiker.


Diese Einschätzung teilt Paul Hammelmann, Präsident der Sécurité routière. «Ja, die Zahlen sind katastrophal. Aber sie sind nicht signifikant. Natürlich ist jeder Tod einer zu viel. Aber in Luxemburg ist die Zahl nicht groß genug, um darauf realistische Schlussfolgerungen zu ziehen. Nehmen wir den Unfall vom 20. Januar. Durch dieses Drama sprang die Statistik nach oben», sagt er.

Bei dem besagten Unfall kamen drei iranische Staatsbürger ums Leben. Der Minister gab dazu einige Details bekannt. «Die Untersuchung ergab, dass die Insassen nicht angeschnallt waren. Zudem fuhren sie mit völlig abgenutzten Sommerreifen. Aus solchen Gründen müssen wir Unfälle genau analysieren, um zu sehen, ob sie mit unangemessenem Verhalten zusammenhängen.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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