Sexismus-Vorwürfe – Tour de France ersetzt Hostesse mit einem Mann

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Sexismus-VorwürfeTour de France ersetzt Hostesse mit einem Mann

Die Tour de France reagiert auf anhaltende Sexismus-Vorwürfe und ersetzt künftig bei Siegerehrungen eine der weiblichen Hostessen mit einem Mann.

Das Gelbe Trikot, Blumen und ein Bussi der Hostesse - die Tour de France bricht die Tradition bei der Siegerehrung.

Das Gelbe Trikot, Blumen und ein Bussi der Hostesse - die Tour de France bricht die Tradition bei der Siegerehrung.

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Die Formel 1 strich 2018 ihre Grid Girls, nachdem die Zurschaustellung attraktiver junger Damen in knappen Outfits immer wieder für Diskussionen gesorgt hatte. Nun reagiert auch die Tour de France auf anhaltende Kritik.

Bei Siegerehrungen des prestigeträchtigsten Radsport-Events der Welt war es bisher Tradition, dass der Athlet von zwei Frauen eingerahmt war, sich Blumen und ein Siegerbussi abholte.

Künftig wird eine der beiden Hostessen von einem Mann ersetzt, gaben die Veranstalter bekannt. Fast 38.000 Menschen hatten eine Petition zur Abschaffung der Hostessen unterschrieben. Tour-Boss Christian Prudhomme: «Das ist neu, aber wir haben das schon bei anderen Rennen gemacht, etwa bei Lüttich-Bastogne-Lüttich.»

Die diesjährige Tour startet am 29. August in Nizza. Das Siegerbussi fällt 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie wohl ohnehin aus. Es ist noch offen, ob es je wieder Teil der Siegerehrungen sein wird.

(L'essentiel/sek)

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