Radsport in Luxemburg – Tour de Luxembourg «sollte den Kalender prüfen»

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Radsport in LuxemburgTour de Luxembourg «sollte den Kalender prüfen»

LUXEMBURG – Am Mittwochabend startet das Fahrerfeld auf die Skoda-Tour de Luxembourg. Die Veranstalter können kaum noch Spitzenteams für die Rundfahrt gewinnen.

Der Titelverteidiger, Greg Van Avermaet, startet in diesem Jahr nicht in Luxemburg.

Der Titelverteidiger, Greg Van Avermaet, startet in diesem Jahr nicht in Luxemburg.

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Der Vorjahressieger der Skoda-Tour de Luxembourg, der Belgier Greg Van Avermaet und sein BMC-Team werden in diesem Jahr nicht an der Rundfahrt im Großherzogtum teilnehmen – genau wie die anderen Teams der Weltelite (World Tour). Das Fahrerfeld der 78. Auflage, die am Mittwochabend um 19 Uhr mit dem Prolog in der Hauptstadt startet, ist also wenig attraktiv.

Der Fehler liegt in einem ohnehin schon vollen Terminkalender: «Die Luxemburg-Tour fällt in die Vorbereitungszeit für die Tour de France», sagt Henri Jungels, Präsident der UC Dippach und Vater des Fahrers Bob Jungels. Der Startschuss im Großherzogtum kollidiert mit der Dauphiné Libéré (3. bis 10. Juni) oder der Tour de Suisse (9. bis 17. Juni). «Die Verantwortlichen der Tour de Luxembourg sollten prüfen, ob das Rennen nicht zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden kann. Der August, nach der Tour de France, wäre ein guter Zeitpunkt», fährt Jungels fort. Seiner Meinung nach müsse die Veranstaltung modernisiert werden, beispielsweise durch ein echtes Zeitfahren in Luxemburg-Stadt.

Der Präsident der UC Dippach sorgt sich nicht nur um die Tour de Luxembourg, sondern auch um die Zukunft des Radsports im Großherzogtum: «Es gibt etwa 40 Clubs im ganzen Land. Sie verlieren immer mehr Mitglieder aus Mangel an Freiwilligen oder Genehmigungen. Außerdem gibt es keine Kontinuität mehr im nationalen Kalender. Viele Jugendliche gehen daher ins Ausland. Ich befürchte, dass sich der ohnehin schon schwache Breitensport demnächst komplett auflöst. Die Vereine müssen an einem Strang ziehen oder sich zusammenschließen, wenn ersteres nicht gelingt.»

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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