Kärnten – Tourist tötete sich aus Versehen mit Sprengkörper
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KärntenTourist tötete sich aus Versehen mit Sprengkörper

Ein deutscher Tourist fand beim Tauchen im Ossiacher See in Kärnten einen Sprengkörper. Als er tags darauf damit hantierte, detonierte der Fund und tötete den 59-Jährigen.

Im malerischen Ossiacher See findet man noch immer Kriegsmittel, die im Zweiten Weltkrieg dort versenkt wurden.

Im malerischen Ossiacher See findet man noch immer Kriegsmittel, die im Zweiten Weltkrieg dort versenkt wurden.

Imago

Im österreichischen Kärnten ist ein 59 Jahre alter Mann nach dem Fund von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg bei einer Explosion getötet worden. Die Polizei erklärte, der Tourist aus Deutschland habe am Freitagmorgen um etwa elf Uhr in Steinhaus am Ufer des Ossiacher Sees mit einem Sprengkörper hantiert, als dieser explodiert sei. Es war nicht klar, um welche Art von Kriegsrelikt es sich handelte, laut OE24 war es eine Handgranate. Der 59-Jährige war in einem Haus am See eingemietet und tauchte am Donnerstag im See, als er den Sprengkörper fand und am Ufer deponierte. Am folgenden Tag geschah das Unglück.

Im Einsatz stand ein Großaufgebot von Polizeikräften sowie Sprengstoffspezialisten des Heeres, Spürhunde und Feuerwehrleute. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt.

Polizeisprecher Dominik Sodamin sagte der Nachrichtenagentur AP, zum Ende des Zweiten Weltkriegs seien große Mengen Munition und Sprengkörper in österreichischen Seen versenkt worden. Sie stellen aber normalerweise keine große Gefahr für Schwimmerinnen und Schwimmer sowie andere Nutzerinnen und Nutzer der Seen dar. Nicht explodierte Kampfmittel aus dem Krieg tauchen gelegentlich auch in Deutschland, Großbritannien, Polen und anderen Ländern auf, Sprengstoffspezialisten werden dann zur Beseitigung herangezogen.

(L'essentiel/DPA/trx)

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