Amoklauf-Übung – Trans-Kind wäre bei Amoklauf umgekommen

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Amoklauf-ÜbungTrans-Kind wäre bei Amoklauf umgekommen

Bei einer Amoklauf-Übung wurde ein Kind nicht in Sicherheit gebracht – weil die Lehrer nicht wussten, wie man mit Transmenschen umgehen soll.

Trotz wachsender Akzeptanz haben es LGBTQ-Menschen rund um den Erdball immer noch ziemlich schwer. Und scheinbar werden Transmenschen selbst bei Notfällen diskriminiert, wie ein Fall aus den Staaten zeigt.

Kürzlich führte die Stafford County Middle School in Virginia eine Übung durch, um die Schülerinnen und Schüler für den Fall eines bewaffneten Amoklaufs vorzubereiten. Die Anweisungen an die Lernenden waren ziemlich simpel: Sucht euch das nächstgelegene WC oder die nächstgelegene Umkleidekabine und bringt euch da in Sicherheit.

Trennung auch bei Lebensgefahr

Das Problem daran: Diese sind allesamt nach Geschlechtern getrennt. Und das Lehrpersonal legt Wert darauf, diese Trennung auch bei Lebensgefahr durchzusetzen. Einem jungen Transkind wurde nämlich der Zugang zu den sicheren Räumen verwehrt. Laut den LGBTQ-Aktivisten von «Equality Stafford» setzten die Lehrpersonen das Kind auf den Boden im Gang – kein sonderlich sicherer Platz bei einem Amoklauf – und debattierten ausufernd darüber, wo man einen Transmenschen im Ernstfall in Sicherheit bringen könnte.

Shitstorm folgte

Wie man sich vorstellen kann, waren diverse Menschen nicht darüber erfreut, dass man ein Kind aufgrund seiner Geschlechtsidentität nicht vor einem Amokläufer schützen würde. Der darauffolgende Shitstorm führte dazu, dass die Schule ihren Umgang mit Transmenschen nun überdenkt.

«Wir nehmen solche Fälle ernst und werden uns darum kümmern», teilte die Sprecherin der Schule den lokalen Medien mit. «Das Wohlergehen aller Lernenden ist für unsere Schule extrem wichtig.»

(L'essentiel/Tillate)

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