Einspruch abgewiesen – Transferverbot gegen Barça bestätigt

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Einspruch abgewiesenTransferverbot gegen Barça bestätigt

Die Fifa hat den Einspruch des FC Barcelona gegen das Transferverbot abgewiesen. Damit darf der Club in den nächsten beiden Wechselperioden keine Spieler verpflichen.

Nach der 143-Millionen-Offensive in diesem Sommer darf der FC Barcelona für ein Jahr keine neuen Spieler verpflichten. Die Fifa bestätigte am Mittwoch das spektakuläre Transferverbot für den spanischen Spitzenclub. Die Katalanen waren im April vom Fußball-Weltverband wegen des Transfers von Minderjährigen zu der drastischen Strafe verurteilt worden. Barça hatte damals schon den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS angekündigt.

Die Berufungskommission der Fifa wies nun die Einsprüche von Verein und spanischem Verband RFEF ab. Das Verbot gilt damit erstmals in der kommenden Wechselperiode Anfang 2015, weil die Fifa der Berufung des Vereins aufschiebende Wirkung gewährte.

Transfers bis September möglich

Dadurch konnte Barça in diesem Sommer noch für insgesamt 143 Millionen Euro den deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen, den chilenischen Keeper Claudio Bravo, den früheren Schalker Ivan Rakitic, den nach seinem WM-Beißskandal noch gesperrten uruguayischen Starstürmer Luis Suárez und Abwehrmann Jérémy Mathieu verpflichten. Bis Anfang September könnte der Club seinen Luxuskader noch weiter veredeln, dann sind ein Jahr lang keine Neuverpflichtungen erlaubt.

Die Fifa forderte den spanischen Verband auf, «innerhalb eines Jahres sein Regelwerk und das bestehende System bezüglich der internationalen Transfers von Minderjährigen im Fußball» zu «legalisieren», wie es in einer schriftlichen Mitteilung hieß. Zudem muss Barcelona umgerechnet 370.000 Euro zahlen. Der RFEF wurde zu einer Geldstrafe von 400.000 Euro verurteilt.

Fehler bei Minderjährigen

Das Urteil hatte vor viereinhalb Monaten für viel Aufsehen gesorgt. Die Fifa wirft Barcelona Verstöße gegen Artikel 19 des «Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern» vor. Der Strafe gingen Untersuchungen der Fifa Transfer Matching System GmbH und der Fifa-Disziplinarkommission voraus.

Barça hatte zuvor die Verpflichtung des 17 Jahre alten Kroaten Alen Halilovic von Dinamo Zagreb bekanntgegeben. Für Debatten sorgte auch der Transfer eines 16 Jahre alten Südkoreaners nach Spanien. Die Ermittlungen betrafen mehrere minderjährige Spieler, die zwischen 2009 und 2013 für Barcelona spielten. Insgesamt soll es sich um die unerlaubten Transfers von zehn Spielern handeln.

Am vergangenen Donnerstag hatte der CAS bereits in einem anderen Fall eine vorausgegangene Fifa-Sanktion weitgehend bestätigt und den Einspruch gegen die viermonatige Sperre für Suárez abgewiesen.

(L'essentiel/dpa)

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