Huren-Hauptstädte – Trier, eine Hochburg des Rotlichtmilieus

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Huren-HauptstädteTrier, eine Hochburg des Rotlichtmilieus

TRIER/SAARBRÜCKEN - Trier und Saarbrücken gehören zu den Großstädten mit der höchsten Huren-Dichte deutschlandweit, wie eine Studie der «Welt am Sonntag» zeigt.

Trier hat nach Rechnungen der Journalisten von «Die Welt am Sonntag» die zweithöchste Prostituiertendichte in Deutschland.

Trier hat nach Rechnungen der Journalisten von «Die Welt am Sonntag» die zweithöchste Prostituiertendichte in Deutschland.

DPA

Prostitution ist in der deutschen Großregion offenbar ein blühendes Geschäft. So wird Trier in einer Erhebung der «Welt am Sonntag» als die Stadt mit der zweithöchsten Prostituierten-Dichte Deutschlands aufgeführt. Die Zeitung hat in deutschen Großstädten mit mehr als 100‘000 Einwohnern nachgefragt, wie viele Prostituierte dort arbeiten.

So landete Trier im «Welt»-Ranking auf Rang 2: Laut Polizeischätzungen gehen in der Stadt 250 Prostituierte ihrem Gewerbe hauptberuflich nach. Legt man die Anzahl der Prostituierten auf die Einwohnerzahl um, so ergibt sich folgende Bilanz: Pro 100'000 Einwohner gibt es in Trier 237 Prostituierte.

Saarbrücken mit weniger Prostituierten

Nur in Augsburg sind es nach derselben Rechnung mehr: Für die Stadt in Bayern ergibt sich eine Quote von rund 244 Prostituierten je 100'000 Einwohner.

Saarbrücken findet sich etwas weiter unten in der Liste wieder: Die saarländische Landeshauptstadt landet mit 162 Prostituierten pro 100‘000 Einwohner auf dem neunten Platz. 286 Prostituierte sind laut Polizei in der Hauptstadt des Saarlands aktiv.

Berlin auf dem 5. Platz, Hamburg 16.

Deutsche Metropolen landen in der Umfrage im Mittelfeld. So liegt Berlin mit 200 Prostituierten pro 100'000 Einwohner auf dem fünften Platz, München rangiert auf der sechsten Position (200 Prostituierte je 100‘000 Münchner) und die Hansestadt Hamburg mit ihrer bekannten Rotlichtmeile Reeperbahn nimmt Rang 16 ein (122 Prostituierte pro 100'000 Einwohner).

Bei der Studie gilt es allerdings einiges zu bedenken. Denn die Zahlen basieren auf Schätzungen von Polizei und Kommunalverwaltungen. In den Städten, in denen keine präzisen Angaben von den Behörden vorlagen, wurden Hochrechnungen auf Basis der Polizeikontrollen und grober Einschätzungen durchgeführt. 20 der befragten 80 deutschen Städte lieferten keine Angaben zu den vor Ort tätigen Prostituierten. Diese tauchen dementspechend im Ranking gar nicht auf.

(if/L'essentiel Online)

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