Heilig-Rock-Wallfahrt – Trier packt die Tunika aus

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Heilig-Rock-WallfahrtTrier packt die Tunika aus

TRIER - In 100 Tagen beginnt in Trier die Heilig-Rock-Wallfahrt, bei der das angebliche Gewand Jesu Christi gezeigt wird. Rund 500 000 Pilger aus aller Welt werden dazu in der ältesten deutschen Stadt erwartet.

Die Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier kann nach Ansicht des Trierer Bischofs Stephan Ackermann die krisengeschüttelte katholische Kirche neu stärken. «Sie bietet die Chance, sich wieder mit den Grundlagen des Glaubens zu beschäftigten und Kirche positiv zu erleben», sagte Ackermann 100 Tage vor Beginn der Wallfahrt am Mittwoch in Trier. Er spüre derzeit bei den Menschen «einen Hunger nach inhaltlicher Auseinandersetzung». Rund eine halbe Million Pilger aus aller Welt werden zu der 20. Wallfahrt in Trier erwartet, bei der das angebliche Gewand Jesu Christi im Trierer Dom gezeigt wird. Es ist eine Jubiläumswallfahrt: Sie findet exakt 500 Jahre nach der ersten Heilig-Rock-Wallfahrt 1512 statt.

Der Papst kommt nicht

100 Tage vor dem Start seien die Vorbereitungen «in die wirklich heiße Phase» eingetreten, sagte Ackermann. Das Programm ist gedruckt, die Anmeldungsliste wird jeden Tag länger. Nicht nur Gruppen aus vielen deutschen Bistümern haben sich angesagt, sondern auch zig Reiseunternehmen aus der Republik, sagte die Geschäftsführer der Wallfahrt, Wolfgang Meyer. Der Bischof bestätigte erneut, dass Papst Benedikt XVI. nicht nach Trier kommen werde. «Er wird aber einen Vertreter schicken», sagte Ackermann. Bei den letzten Wallfahrt 1996 hatte die Tunika rund 700 000 Pilger angelockt.

L'essentiel Online /

(dpa)

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