Klimawandel: Trinkwasser-Rationierungen in Norditalien wegen extremer Dürre

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KlimawandelTrinkwasser-Rationierungen in Norditalien wegen extremer Dürre

Wegen einer historischen Dürre ist Norditalien zu drastischen Maßnahmen gezwungen.

Partinico, ausgetrockneter See, Dürre, Wassermangel, - A MAN WALKS IN THE DRIED-OUT LAKE OF JATO IN SICILY
Bildtext: A man walks in the dried-out lake of Jato near the Sicilian village of Partinico July 15, 2002. The Italian government prepared on Sunday to send in the army to help combat a drought that has withered crops, damaged industry and provoked fury in the southern half the country. With a state of emergency declared in four regions, ministers promised at the weekend to throw everything they had at the mounting problem which has been caused by a mix of unusually dry weather and poor water management. REUTERS/Tony Gentile

Wegen der historischen Dürre in Norditalien wurden die Bewohner zur Trinkwasser-Rationierung aufgerufen.

Reuters

Wegen einer historischen Dürre ist Norditalien zu drastischen Maßnahmen gezwungen. 125 Gemeinden in den Regionen Piemont und Lombardei wurden zuletzt bereits aufgefordert, nachts die Trinkwasserversorgung an die Haushalte einzustellen oder zu drosseln. Der Verband der Wasser- und Energieversorger Utilitalia schlug mit dem Appell Alarm angesichts der extremen Trockenheit gerade in den Gebieten, durch die der Po, der längste Fluss Italiens, fließt.

Die für den Fluss Po zuständige Behörde berichtete von der schlimmsten Dürre und dem niedrigsten Pegelstand seit 70 Jahren. Vielerorts ist von dem normalerweise mächtigen Strom nur noch ein Rinnsal übrig. «Die Situation wird immer schlimmer», sagte Meuccio Berselli der Nachrichtenagentur Ansa. «In manchen Gebieten hat es seit 110 Tagen nicht mehr geregnet.» Dutzende Gemeinden hätten bereits Tanklaster zur Wasserbeförderung im Einsatz, weil die Wasserspeicher leer seien.

Am Freitag – just dem Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre – ist ein Krisentreffen in Rom mit Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli geplant. Attilio Fontana, Präsident der Region Lombardei, kündigte am Donnerstag an, den Notstand auszurufen. Die Lage sei «dramatisch», und das nicht nur in der Lombardei, sondern auch im Piemont, der Emilia-Romagna und dem Veneto.

(DPA)

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