Satelliten-Betreiber – Trotz niedriger Gewinne bleibt SES auf Kurs

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Satelliten-BetreiberTrotz niedriger Gewinne bleibt SES auf Kurs

LUXEMBURG – Der Luxemburger Satelliten-Betreiber SES hat seine Quartalszahlen vorgelegt. Insgesamt laufen die Geschäfte nicht schlecht.

Der Luxemburger Satelliten-Betreiber SES will drei Milliarden Menschen schnelles Internet bringen.

Der Luxemburger Satelliten-Betreiber SES will drei Milliarden Menschen schnelles Internet bringen.

Editpress

Der Luxemburger Satellitenbetreiber SES hat am Freitag seine Quartalszahlen bekannt gegeben. 494 Millionen Euro Umsatz generierte das Unternehmen in den Monaten Juli bis September. Das ist ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Grund dafür sind günstige Wechselkurse sowie ein Ebitda von 366 Millionen Euro (+ 3 Prozent). Der Nettogewinn viel im dritten Quartal um 31,9 Prozent auf 100 Million Euro. In den ersten neun Monaten des Jahres konnte der Absatz um 6,1 Prozent gesteigert werden – auf 1,49 Milliarden Euro.

«SES ist weiterhin auf Erfolgskurs, insbesondere, da wir die ersten sind, die Ultra-High-Definition-Fernsehen kommerziell in Europa anbieten», erklärte SES-Chef Karim Michel Sabbagh. Der Konzern konnte seine Ziele für das laufende Jahr erreichen, erwartet jedoch einen Umsatz-Rückgang von 2 Prozent. Das Unternehmen bestätigt auch seinen Fahrplan für die kommenden Monate – einschließlich des Starts eines weiteren Satelliten. SES9 sollte eigentlich bereits im zweiten Quartal in den Orbit geschossen werden, jetzt soll der Satellit Ende des Jahres starten.

SES engagiert sich auch im Projekt O3b. Dafür soll eine ganze Gruppe von Satelliten gestartet werden, die schnelles und günstiges Internet für drei Milliarden Menschen «ohne Verbindung» bieten sollen. Derzeit sind neben SES 40 Telekommunikationsfirmen in 30 verschiedenen Ländern an Bord. Dennoch: Die Fernseh-Übertragung bleibt das Steckenpferd des Betzdorfer Riesen – um 18,6 Prozent ist die Zahl der HD-Kanäle gewachsen. Insbesondere in Nordamerika hat die Gruppe ihre größten Zuwächse erzielen können – einen Anstieg um 15,8 Prozent auf 293 Millionen Euro Umsatz. Dies liegt vor allem an der Erneuerung des Vertrags mit EchoStar.

(L'essentiel/afp)

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