Frankreich: Trotz Verurteilung – Ex-Präsident Sarkozy will weiterkämpfen

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FrankreichTrotz Verurteilung – Ex-Präsident Sarkozy will weiterkämpfen

Ein Berufungsgericht hat am Mittwochmorgen die Verurteilung von Nicolas Sarkozy wegen Bestechung und unerlaubter Einflussnahme bestätigt. Das will der Ex-Präsident so aber nicht hinnehmen.

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Am Mittwochmorgen wurde Frankreichs Ex-Präsident in seinem Berufungsprozess erneut schuldig gesprochen.

Am Mittwochmorgen wurde Frankreichs Ex-Präsident in seinem Berufungsprozess erneut schuldig gesprochen.

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Seine Hoffnung auf ein milderes Urteil als in erster Instanz wurde somit begraben. 

Seine Hoffnung auf ein milderes Urteil als in erster Instanz wurde somit begraben. 

IMAGO/Manfred Segerer
Das Gericht in Paris blieb bei dem Strafmass, das der ehemalige Star der Konservativen vor zwei Jahren erhalten hatte: Doch der 68-Jährige will den Schuldspruch keinesfalls hinnehmen.

Das Gericht in Paris blieb bei dem Strafmass, das der ehemalige Star der Konservativen vor zwei Jahren erhalten hatte: Doch der 68-Jährige will den Schuldspruch keinesfalls hinnehmen.

AFP

Gefasst nimmt Frankreichs ehemaliger Präsident Nicolas Sarkozy das Urteil in seinem Berufungsprozess entgegen: drei Jahre Haft wegen Bestechung und unerlaubter Einflussnahme. Seine Hoffnung auf ein milderes Urteil als in erster Instanz wurde am Mittwoch enttäuscht.

Das Gericht in Paris blieb bei dem Strafmaß, das der ehemalige Star der Konservativen vor zwei Jahren erhalten hatte: zwei Jahre Haft bleiben auf Bewährung ausgesetzt, eines jedoch muss Sarkozy zu Hause unter elektronischer Überwachung absitzen. Doch der 68-Jährige will den Schuldspruch keinesfalls hinnehmen.

«Ich verteidige hier meinen Stolz.»

«Wir geben diesen Kampf nicht auf, der ein gerechter Kampf ist angesichts eines besonders ungerechten Urteils», sagte Sarkozys Anwältin Jacqueline Laffont und kündigte Revision an. Sie beteuerte: «Nicolas Sarkozy ist unschuldig, was die ihm vorgeworfenen Taten angeht.» Der ehemalige Staatschef selbst hatte damals im Verfahren angeprangert: «Wo sind die Beweise? Es gibt keine Beweise.» Theatralisch fügte er hinzu: «Ich verteidige hier meinen Stolz.»

Das Gericht ging mit seinem Urteil über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus, die drei Jahre auf Bewährung gefordert hatte. Die Verteidigung wollte Freispruch. Konkret geht es darum, dass der ehemalige Präsident 2014 über seinen langjährigen Anwalt Thierry Herzog versucht haben soll, vom damaligen Generalanwalt beim Kassationsgericht, Gilbert Azibert, Ermittlungsgeheimnisse in einer anderen Affäre zu erhalten. Im Gegenzug wurde Azibert Unterstützung bei einer Bewerbung um einen besseren Posten angeboten. 

(dpa/ase)

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