«October Surprise» – Trump bietet Obama Millionen für Urkunden
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«October Surprise»Trump bietet Obama Millionen für Urkunden

Der US-Milliardär Donald Trump gibt nicht auf. Nach der Geburtsurkunde will er nun auch noch Barack Obamas restliche Dokumente - und greift dafür tief in die Tasche.

Nachdem er für Mittwoch eine grosse Enthüllung via Twitter angekündigt hatte, hat der bekannte US-Immobilien-Tycoon Donald Trump die «Bombe» nun am frühen Abend platzen lassen: «Präsident Obama ist der intransparenteste Präsident in der Geschichte dieses Landes», eröffnet Trump ein Video, das er auf Youtube veröffentlichte und dessen Link er – wie versprochen – auf Twitter seinen 1,6 Millionen Followers zur Verfügung stellte.

In den folgenden knapp drei Minuten des Videos unterbreitet Trump dem Präsidenten einen Handel: Wenn Barack Obama sich bereit erkläre, all seine College-Unterlagen, Bewerbungen und Dokumente offenzulegen, werde er einer Stiftung nach Obamas Wunsch fünf Millionen Dollar überweisen.

Ultimatum Ende des Monats

Das sei ein Deal, von dem er nicht glaube, dass Obama ihn ablehnen könne, so Trump. Er gebe dem Präsidenten bis am 31. Oktober um 17 Uhr Zeit, um die Forderungen zu erfüllen.

«Dann bin nicht nur ich glücklich und total zufrieden, sondern auch das amerikanische Volk und die ausgewählte Wohltätigkeitsorganisation werden sehr, sehr glücklich sein», schließt Trump seine Ansprache.

«Obama trägt eine Perrücke»

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Unternehmer in die US-Politik einmischt. So brachte er sich schon mehrfach selbst als Präsidentschaftskandidaten ins Gespräch, außerdem zweifelte er öffentlich Barack Obamas US-Staatsbürgerschaft an. Damit brachte er den ersten schwarzen Präsidenten dazu, seine Geburtsurkunde zu veröffentlichen.

Im Vorfeld von Trumps jüngstem Streik wurde in US-Medien schon wild über den Inhalt von Trumps «Oktober-Überraschung» spekuliert. Ein irisches Wettbüro witterte sogar das große Geschäft und nahm Tipps betreffend Trumps Aussage an. Zu den Favoriten der Wettgemeinschaft zählten «Obama trägt eine Perücke» oder «Obama wusste, dass die Mondlandung inszeniert war».

Auch Enthüllung über Romney angekündigt

Mit Trumps Enthüllung ist die Schlammschlacht kurz vor der Präsidentschaftswahl aber noch nicht vorbei. Es droht eine weitere «Oktober-Überraschung»: Die Demokratin und Skandal-Anwältin Gloria Allred droht, eine beeidigte Zeugenaussage von Mitt Romney an die Öffentlichkeit zu bringen. Dabei gehe es um einen Sorgerechts-Streit, in dem Romney für einen Freund die Hand ins Feuer gelegt habe – obwohl dieser seine Frau notorisch betrogen haben soll.

Eigentlich hätte die 71-jährige Allred diese Geschichte ebenfalls am Mittwoch publik machen wollen. Die Anhörung wurde nun laut «Radar Online» aber um einen Tag verschoben.

(L'essentiel Online/jbu)

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