«N-Wort» – Trump sorgt bei Fernsehauftritt für Aufsehen
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«N-Wort»Trump sorgt bei Fernsehauftritt für Aufsehen

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump war Gast im Sender Fox Business. Dabei sprach er auch über den Ukraine-Krieg – und sorgte für Aufsehen.

ARCHIV - 06.01.2021, USA, Washington: Donald Trump, damaliger Präsident der USA, kommt während einer Kundgebung seiner Unterstützer auf die Bühne. Vor der Bestätigung der Ergebnisse der US-Präsidentenwahl hatte Trump erneut seine haltlosen Behauptungen über Betrug bei der Abstimmung bekräftigt.     (zu dpa "Attacke auf das Kapitol - Trump erleidet gerichtliche Niederlage") Foto: Evan Vucci/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump war am Montag Gast im Sender Fox Business und sorgte für Aufsehen.

Evan Vucci/AP/dpa

Der Ex-Präsident ist der Meinung, dass die USA in puncto Atomwaffen im Vergleich zu Russland überlegen sind. «Wir haben die größte Atom-U-Boot-Flotte der Welt», betonte er und forderte zugleich, derlei Streitkräfte vor die russische Küste zu entsenden.

Putin und das «N-Wort»

Der russische Präsident Wladimir Putin betone zwar immer wieder, dass Russland eine Atommacht sei, aber: «Wir sind eine größere Atommacht», sagte Trump am Montag im Sender Fox Business. Putin habe in Gesprächen «ständig das N-Wort benutzt (...), das Nuklear-Wort», so der Ex-Präsident.

Er betonte, die USA hätten die großartigsten U-Boote der Welt, «die mächtigsten Maschinen, die je gebaut wurden». Trump sagte auch, was er als Präsident machen würde, wenn Putin mit nuklearen Waffen drohen würde: «Man sollte sagen, schau, wenn du dieses Wort noch einmal erwähnst, dann werden wir sie (Anm.: die U-Boote) rüberschicken, und wir werden an eurer Küste hoch- und runterfahren.»

«Putin hat sich verändert»

Der Ex-Präsident meinte außerdem, dass die USA nicht einfach dabei zuschauen können, wie Putin in der Ukraine Tausende Menschen töte. Er warf seinem Nachfolger Joe Biden Schwäche vor und behauptete, dass Russlands Präsident nicht in die Ukraine einmarschiert wäre, wenn er – Trump – weiterhin Präsident wäre. Trump attestiere dem Kremlchef, sich verändert zu haben: «Er ist ein anderer Mensch, es scheint einfach nicht die Person zu sein, mit der ich es zu tun hatte», sagte der Republikaner. Während seiner Amtszeit als US-Präsident sei er gut mit Putin ausgekommen, dem er attestiere, sein Land zu lieben.

Zwei Tage vor Beginn des Ukraine-Kriegs lobte Trump Putins Verhalten und nannte es «genial und schlau». Die Entscheidungen des russischen Präsidenten – etwa die Erklärung eines großen Teils der Ukraine für unabhängig – seien «genial» gewesen. «Wie schlau ist das denn?», fragte sich Trump damals.

(L'essentiel/red/nico)

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