Aprilscherz wird real – Tüftler kreiert Google Maps auf altem Nintendo

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Aprilscherz wird realTüftler kreiert Google Maps auf altem Nintendo

Wie sähe Google Maps in einer 8-Bit-Version aus? Diese Frage hat ein Bastler nun beantwortet und den Kartendienst auf Nintendo NES gebracht.

Bis zum Jahr 2019 hat Google jedes Jahr einen 1.-April-Scherz veröffentlicht. Nur in den Jahren 2020 und 2021 hat sich das Unternehmen aufgrund der globalen Pandemie dazu entschlossen, auf den jährlichen Scherz zu verzichten. Im Jahr 2012 kündigte der Tech-Gigant beispielsweise an, seinen Kartendienst Google Maps für die Spielkonsole Nintendo Entertainment System (NES) zu veröffentlichen – als 8-Bit-Version. Die Konsole erschien erstmals in den 1980er-Jahren. Tatsächlich stattgefunden hat dies natürlich nicht.

Einfache Farben

Möglich ist dies laut Golem.de mittels eines Servers, der direkt mit dem Google-Maps-Dienst in Verbindung steht. Dieser liefert die Bilder, die anschließend in die 8-Bit-Karten umgerechnet werden. So wird jedes von Google Maps ausgelesene Bild in Felder unterteilt, für welche die durchschnittliche Farbe berechnet wird. So werden Ozeane beispielsweise blau, das Land wird hellgrün und Wälder werden dunkelgrün dargestellt.

Außerdem können Ortsnamen angezeigt werden. Dies funktioniert natürlich nicht bis ins Detail genau, aber Ländernamen sowie Hauptstädte und größere Städte werden alle auf der neuen Nintendo-Karte angezeigt. Mit dem NES-Controller kann man sich außerdem durch die Karte durchscrollen oder näher heran und weiter weg zoomen.

Noch nicht ganz fertig

Es ist nicht das erste Mal, das jemand versucht hat, eine komplexere Grafik auf der Nintendo-NES-Konsole widerzugeben. Bekanntestes Beispiel ist wohl der Bastler, der auf Youtube unter dem Namen TheRasteri bekannt ist. Ihm ist es gelungen, das Videogame «Doom» auf der Nintendo-Konsole abzuspielen, für welche das Spiel nicht gedacht war.

Ganz fertig ist die Google-Maps-Version von Ciciplusplus noch nicht. Laut dem Entwickler weist diese noch einige Bugs auf, die behoben werden müssen. Außerdem will er weitere Funktionen einbauen, wie beispielsweise die Standortsuche. Nach Abschluss des Projekts will er dieses aber als Open-Source-Software öffentlich zur Verfügung stellen.

(L'essentiel/Dominique Zeier)

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