Zentrale in Esch – Twinerg soll Belgien aus der Patsche helfen

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Zentrale in EschTwinerg soll Belgien aus der Patsche helfen

ESCH/ALZETTE - Weil Belgien momentan nicht genug Strom produziert, soll die Twinerg-Zentrale in Esch einspringen. Eine rasche Schließung ist damit vom Tisch.

Die Twinerg-Zentrale in Esch soll Belgien mit Strom beliefern.

Die Twinerg-Zentrale in Esch soll Belgien mit Strom beliefern.

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Am 1. Oktober sollte die Twinerg-Zentrale in Esch-sur-Alzette seine Pforten schließen. Doch die Schließung, die im September des vergangenen Jahres angekündigt wurde, ist laut Radio 100,7 verschoben worden. Demnach habe die belgische Regierung entschieden, dass das Werk im Sinne einer «strategischen Reserve» seine Produktion zwei weitere Jahre aufrechterhalten könne.

Nachdem mehrere Atom-Reaktoren im Nachbarland aufgrund von Wartungsarbeiten oder Störungen abgeschaltet wurden, habe Belgien mit einer Stromknappheit zu kämpfen. Das Ausbleiben von Wind und Sonne habe die Situation verschärft.

Am Dienstagmorgen schien sich die Situation weiter verschlimmert zu haben. Laut Radio RTBF habe der belgische Energielieferant Lampiris seine Kunden bereits per SMS dazu aufgefordert, den Stromverbrauch zu reduzieren. Und da kommt Twinerg ins Spiel: Die Anlage, deren Hauptaktionär die Firma Electrabel ist, soll seinen Strom jetzt über die Grenze liefern.

(pt/jd/L'essentiel)

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