Luxemburg – Überfall auf G4S - Justiz lässt Verdächtigen ziehen

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LuxemburgÜberfall auf G4S - Justiz lässt Verdächtigen ziehen

LUXEMBURG – Ein 20-jähriger Mann, der verdächtigt wird, am Überfall auf die Sicherheitsfirma G4S beteiligt gewesen zu sein, ist wieder auf freiem Fuß.

Der Fall hatte im April vergangenen Jahres für Aufsehen gesorgt: Eine Gruppe schwer bewaffneter Männer hatte den Hauptsitz der Sicherheitsfirma G4S in Gasperich überfallen. Mitten in der Nacht kam es zu einer Schießerei in dem ruhigen Wohnviertel der Hauptstadt, gefolgt von einer wilden Verfolgungsjagd – mit dem besseren Ende für die Täter. Sie konnten fliehen.

Seitdem ermittelte die Polizei mit Hochdruck – und Teilerfolgen. So konnten mehrere Männer teilweise in Belgien festgenommen werden. Das Königreich lieferte zumindest einen der Männer auch nach Luxemburg aus. Einer der bislang in Untersuchungshaft sitzenden Männer musste nun aber auf Anweisung des Berufungsgerichts freigelassen werde.

Fünf Männer unter Tatverdacht

«Seit vergangenem Dienstag, 11. November, ist ein 20-jähriger Mann wieder auf freiem Fuß», bestätigte Justizsprecher Henri Eippers am Donnerstag auf Nachfrage von L’essentiel. Aus Mangel an Beweisen habe er aus der Untersuchungshaft entlassen werden müssen. Der Mann müsse sich allerdings regelmäßig bei der Polizei melden, so Eippers.

Ob es sich dabei um einen der in Belgien verhafteten Männer handelt, konnte der Justizsprecher nicht sagen. Auch die Information von RTL, dass von dem nun Freigelassenen am Tatort DNA-Spuren gefunden worden seien, wusste Eippers weder zu bestätigen noch zu dementieren. Er verfüge zum jetzigen Zeitpunkt über keine Detailinformationen, da es sich um ein Urteil des Berufungsgerichts handele. Sicher sei nur, dass derzeit fünf Personen verdächtigt würden.

Doch auch ein Anruf beim Berufungsgericht bringt nicht mehr Information: Auskunft könne nur der Justizsprecher erteilen...

(Philip Weber/L'essentiel)

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