Luxemburger Impfkampagne – Überschüssige Dosen sollen an Freiwillige gehen

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Luxemburger ImpfkampagneÜberschüssige Dosen sollen an Freiwillige gehen

LUXEMBURG – Impfdosen, die am Ende eines Tages übrig bleiben, sollen künftig Kurzentschlossenen verabreicht werden.

Künftig sollen auch Jüngere in Luxemburg die Chance auf eine Corona-Impfung haben.

Künftig sollen auch Jüngere in Luxemburg die Chance auf eine Corona-Impfung haben.

DPA

Die Regierung will Menschen, die sich freiwillig für die Impfung melden, die restlichen Dosen des Tages zukommen lassen. Das berichtet das Luxemburger Wort. Ein entsprechender Antrag des Piraten-Abgeordneten Sven Clement wurde damit am Dienstag bestätigt. Einschreiben können sich laut dem Gesundheitsamt Menschen zwischen 30 und 54 Jahren. Die Maßnahme zielt auf Impfwillige ab, die ihre Dosis weniger als 20 Minuten nach der telefonischen Kontaktaufnahme abholen können. Die Freiwilligen sollen die Impfung dann zur Schließzeit der Zentren zwischen 18 und 19 Uhr bekommen. Bisher wurden übrig gebliebene Dosen weggeworfen.

Darüber hinaus kündigte Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) am Mittwoch eine Änderung des Verfahrens in den Impfzentren an: «Mittlerweile sind die Empfänger jünger und haben daher entsprechend weniger Vorerkrankungen». Bei einigen Impfterminen soll unter Umständen nur eine medizinische Fachkraft anwesend sein, die den Impfstoff verabreicht.

Dies ermögliche es, wie in anderen europäischen Ländern, das Impfverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. Bisher ist bei jeder Impfung ein Arzt anwesend, der einen Fragebogen zur Gesundheit des Patienten auswertet und bestimmte Risikofaktoren bewertet. «Jeder kann natürlich weiterhin einen Arzt aufsuchen, wenn konkrete Fragen oder Unsicherheiten vorliegen.»

(ol/L'essentiel)

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