Augenzeuge in Kenia – Uni-Angreifer töteten gezielt Nichtmuslime

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Augenzeuge in KeniaUni-Angreifer töteten gezielt Nichtmuslime

Die Al-Shabaab-Kämpfer, die am Donnerstag an einer Uni 147 Personen getötetet haben, kannten den Campus offenbar genau. Dies berichten Überlebende.

Members of the Red Cross help a relative of one of the students massacred by Somalia's Shebab Islamists at a Kenyan university at the Chiromo funeral parlour in the Kenyan capital, Nairobi, on April 3, 2015. The bodies of dozens of students massacred by Somalia's Shebab Islamists at a Kenyan university in Garissa arrived in the capital today, as grieving relatives faced a desperate wait to receive the remains of their loved ones.  AFP PHOTO / TONY KARUMBA

Members of the Red Cross help a relative of one of the students massacred by Somalia's Shebab Islamists at a Kenyan university at the Chiromo funeral parlour in the Kenyan capital, Nairobi, on April 3, 2015. The bodies of dozens of students massacred by Somalia's Shebab Islamists at a Kenyan university in Garissa arrived in the capital today, as grieving relatives faced a desperate wait to receive the remains of their loved ones. AFP PHOTO / TONY KARUMBA

AFP/Tony Karumba

Die somalische Terrorgruppe Al-Shabaab hat ihren Anschlag auf eine Universität im benachbarten Kenia mit 147 Toten offenbar intensiv geplant. Eine Überlebende berichtete der Nachrichtenagentur AP am Freitag, die Angreifer seien am Vortag auf dem Gelände der Universität von Garissa zuerst gezielt zu einem Hörsaal gestürmt, in dem sich christliche Studenten zu einem Morgengebet eingefunden hatten. Die 21-jährige Helen Titus vermutete, die Täter hätten den Campus genauestens gekannt.

Die Angreifer stürmten am Donnerstag gegen 05.30 Uhr auf das Gelände, drangen in Studentenwohnheime ein und töteten Augenzeugen zufolge gezielt Nichtmuslime. Später verschanzten sie sich mit Geiseln. Nach einem stundenlangen Einsatz erschoss die Polizei vier Bewaffnete und nahm einen Verdächtigen fest, der zu fliehen versucht hatte. «Sie hatten unser Gelände erforscht, sie wussten alles», sagte Titus, die Englische Literatur studiert.

«Wir sind gegen das Töten unschuldiger Kenianer!»

Der Überfall auf die Universität rund 145 Kilometer von der somalischen Grenze entfernt war der bisher schwerste Anschlag der Al-Shabaab-Miliz in Kenia. Sie bekannte sich kurz nach Beginn der Attacke zur Tat. In Kenia verübte Al-Shabaab bereits mehrere Anschläge mit vielen Toten - angeblich aus Rache dafür, dass das Land 2011 Truppen zum Kampf gegen die Extremisten nach Somalia geschickt hat.

Sie zeichnete auch verantwortlich für den Überfall auf das Einkaufszentrum Westgate Mall in Nairobi 2013 mit 67 Toten. Auch damals töteten die Angreifer gezielt Nichtmuslime. Am Freitag protestierten einige Männer auf einer Strasse von Garissa gegen die Gewalt. «Wir sind gegen das Töten unschuldiger Kenianer!», stand auf Schildern. «Wir haben genug davon!». (L'essentiel / (sda))

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