In Luxemburg – Uni Luxemburg hat Tool, das Plagiate aufspürt

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In LuxemburgUni Luxemburg hat Tool, das Plagiate aufspürt

ESCH-BELVAL – Plagiate sind verboten. Die Universität Luxemburg verfügt über eine Software, mit der Abschlussarbeiten überprüft werden können.

An der Uni Luxemburg werden alle Forschungsarbeiten von der Plagiat-Software Turnitin überprüft.

An der Uni Luxemburg werden alle Forschungsarbeiten von der Plagiat-Software Turnitin überprüft.

Premierminister Xavier Bettel soll seine DEA-Arbeit an der Universität Nancy 1999 zu großen Teilen abgeschrieben haben, wie Reporter.lu vor einigen Wochen berichtete. An der Universität Luxemburg «wird eine Software namens Turnitin zum Aufspüren von Plagiaten in Abschlussarbeiten verwendet», wie Pressesprecherin der Uni Luxemburg Laura Bianchi erklärt.

Die Software prüft die Abschlussarbeiten auf Ähnlichkeiten mit anderen Texten. Der Prüfling habe dabei die freiwillige Möglichkeit, seinen Text überprüfen zu lassen, um fehlende Quellenangaben und dementsprechend unabsichtliches Plagiat zu vermeiden.

Prüfungsleistung gilt als nicht erbracht

Ein Plagiat liegt vor, wenn das geistige Eigentum Dritter teilweise kopiert oder komplett übernommen und als eigene Leistung ausgegeben wird. Das sei «nicht nur ethisch verwerflich, sondern stellt auch einen Verstoß gegen die Rechte am geistigen Eigentum dar», wie die Disziplinarprozedur der Uni Luxemburg es im Falle von Betrug und Plagiat vorsieht. Beim Einreichen einer Abschlussarbeit muss der Student eine Erklärung abgeben, in der er versichert, dass die Arbeit selbstständig verfasst wurde und, dass die Stellen, die anderen Quellen entnommen wurden, durch Angaben der Herkunft kenntlich gemacht wurden.

Sollte dennoch festgestellt werden, dass ein Plagiat vorliegt, so gilt die Prüfungsleistung als nicht erbracht. Dem Prüfling droht außerdem ein fünfjähriger Prüfungsausschluss und ein nachträglicher Entzug des Titels beziehungsweise des Diploms.

(Marion Mellinger/L'essentiel)

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