Kritik an Gehälterreform – Unternehmer warnen vor sozialer Spaltung

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Kritik an GehälterreformUnternehmer warnen vor sozialer Spaltung

Die UEL übt herbe Kritik an der Gehälterreform im öffentlichen Dienst. Diese sei angesichts der Wirtschaftslage unverantwortlich.

Dem Luxemburger Unternehmerverband UEL ist die kürzlich beschlossene Gehälterreform im öffentlichen Dienst ein Dorn im Auge.

Das Abkommen mit der CGFP sei «inkohärent hinsichtlich einer verantwortungsbewussten Regierungspolitik» und «nicht vereinbar mit der Sparpolitik, welche die Regierung zu Recht verfolgt», heißt es in einer Pressemitteilung. Umstritten sind besonders die Gehaltserhöhungen im Januar 2012 und 2013. Für die Staatskasse bedeuteten diese Mehrausgaben von 70 Millionen Euro, so die UEL.

Unpassender Zeitpunkt für Zugeständnisse

Der Verband ist der Meinung, dass derart großzügige Zugeständnisse an die Beschäftigten im öffentlichen Sektor einen Keil in die Gesellschaft treiben könne – insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten, in denen Privatbeschäftigte mit immer mehr Einschränkungen oder gar dem Verlust ihres Arbeitsplatzes rechnen müssten.

Angesichts einer solchen Politik müsse man eine soziale Spaltung befürchten, so der Unternehmerverband.

(L'essentiel Online/mth)

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