In Luxemburg – Unteroffizier soll drei Rekrutinnen belästigt haben

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In LuxemburgUnteroffizier soll drei Rekrutinnen belästigt haben

HERRENBERG – Die Armee untersucht einen Fall von unsittlichen Benehmens: Ein Unteroffizier soll drei Rekrutinnen körperlich belästigt haben.

Eine Soldatin des Artilleriebataillons 295 der Deutsch-Franz�sischen Brigade, aufgenommen am Freitag (10.12.2010) in Stra�burg, Frankreich, beim Aufstellungsappell des J�gerbataillon 291. 600 Soldatinnen und Soldaten des J�gerbattaillon 291 des deutschen Truppenteils der Deutsch-Franz�sischen Brigade werden im franz�sischen Illkirch-Graffenstaden stationiert. Foto: Marijan Murat  +++(c) dpa - Bildfunk+++

Eine Soldatin des Artilleriebataillons 295 der Deutsch-Franz�sischen Brigade, aufgenommen am Freitag (10.12.2010) in Stra�burg, Frankreich, beim Aufstellungsappell des J�gerbataillon 291. 600 Soldatinnen und Soldaten des J�gerbattaillon 291 des deutschen Truppenteils der Deutsch-Franz�sischen Brigade werden im franz�sischen Illkirch-Graffenstaden stationiert. Foto: Marijan Murat +++(c) dpa - Bildfunk+++

In der Armee des Großherzogtums gibt es einen Fall von unsittlichen Benehmens. Wie RTL am Freitag berichtet, soll ein Unteroffizier in Herrenberg drei junge Frauen in der Basisausbildung belästigt haben. Der Mann soll nicht nur per SMS und Facebook-Nachrichten aufdringlich geworden sein, sondern die Rekrutinnen auch körperlich belästigt haben.

Der verdächtigte Mann könnte ein Wiederholungstäter sein: Schon im Jahr 2007 soll er im Kosovo eine Soldatin belästigt haben. Schuldig gesprochen wurde er wegen Belästigung, der Anklagepunkt der Vergewaltigung wurde fallengelassen, berichtet RTL weiter.

Kein Kontakt mehr

Behauptungen, nach denen den Rekrutinnen empfohlen worden sei, zunächst über die Vorfälle zu schweigen, wies die Armee im Luxemburger Wort zurück. In dem Bericht der Tagszeitung kommt Colonel Alain Duschène, der stellvertretende Armeechef, zu Wort und bestätigte, dass es Beschwerden von Rekrutinnen gibt und dass der Beschuldigte eine «Vorgeschichte» habe. Details nannte Duschène aber nicht.

In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung gab der Generalstab der Armee bekannt, dass der Militärstaatsanwalt zu dem Schlußß gekommen ist, dass «die bis heute bekannten Tatsachen wahrscheinlich keine Straftat darstellen». Der Generalstab erklärte zudem, dass am gleichen Tag des Bekanntwerdens des Vorfalles, am 17. juni, ein Disziplinarverfahren gegen den Mann eingeleitet wurde. Seit dem 18. Juni darf er ohne die Anwesenheit von Anderen keinen direkten oder indirekten Kontakt mit weiblichen in der Grundausbildung haben.

(sop/L'essentiel)

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