Heftige Regenfälle – Unwetter trifft Osten des Landes mit voller Wucht

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Heftige RegenfälleUnwetter trifft Osten des Landes mit voller Wucht

LUXEMBURG – Der Osten des Landes wurde in der Nacht zum Freitag von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Météolux rief die rote Warnstufe aus.

Gewitter und Starkregen haben in der Nacht in Luxemburg große Schäden angerichtet. Der staatliche Wetterdienst Météolux rief in der Nacht zum Freitag die rote Warnstufe aus. Der Krisenstab der Regierung traf sich um 4.45 Uhr, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren.

Die Feuerwehren mussten unzählige Einsätze fahren. 18 Menschen mussten in der Nacht gerettet werden, teilt die Regierung in einem Communiqué mit. Sie saßen auf dem Campingplatz Müllerthal fest. Ernsthaft verletzt habe sich jedoch niemand. Allerdings richteten die Wassermassen vielerorts große Sachschäden an. In einen Sturzbach haben sich auch Teile von Bartringen verwandelt.

Auch Soldaten wurden mobilisiert, um den Betroffenen zu helfen.

Zahlreiche Straßen des Landes wurden über- oder unterspült, wodurch es noch immer zu Verkehrsbehinderungen kommt. Rund um Berdorf (siehe Diashow) müssen Autofahrer mit zahlreichen Straßensperrungen rechnen, auch die N10 an der Sauer ist nur bedingt befahrbar. Dieses Gebiet sollte von den Verkehrsteilnehmern gemieden werden.

Zu Erdrutschen kam es zwischen Bettel und Heisdorf und zwischen Wasserbillig und Echternach.

In den betroffenen Landesteilen kamen bis zu 90 Liter Wasser pro Quadratmeter herunter, an einigen Stellen war es sogar noch mehr.

Besonders schwer hat es den Osten des Großherzogtums getroffen. Allein im Müllerthal rückten die Rettungskräfte mehr als 100 Mal aus. In der Gemeinde Waldbillig sind die Bürger dazu aufgerufen, kein Leitungswasser mehr zu trinken.

In Echternach ist in der Nacht das Ortszentrum überflutet worden, weil die Bäche die starken Regenfälle nicht mehr auffangen konnten und sich das Wasser durch die Kanalisation nach oben gedrückt hat.

Der luxemburgische Automobilclub warnt auch noch am Morgen vor Aquaplaning. Die Höchstgeschwindigkeit auf den Autobahnen wurde auf 110 km/h herabgesetzt. Besonders vorsichtig sollten Autofahrer auf der A13 sein: Auf Höhe Schengen und Mondorf steht viel Wasser.

Das Video einer Leserreporterin zeigt die Autobahnauffahrt Hollerich auf die Trierer A1.

Premierminister Xavier Bettel macht sich ein Bild von der Lage in Waldbillig.

Um 7 Uhr hob Météolux die rote Warnstufe auf. Seitdem gilt die gelbe Stufe (Gewitterwarnung). Bis zum Mittag werden im gesamten Land aber noch starke Regenfälle erwartet. Mit einem schnellen Rückgang der Pegel sei nicht zu rechnen.

Straßensperrungen:

• CR185 ist zwischen Sandweiler und Neuhäusgen
• N10 ist zwischen Wasserbillig und Moersdorf
• Landstraße zwischen Befort und Dillingen

Unbekannte Flüssigkeit in Sauer

Am frühen Morgen trat eine unbekannte Flüssigkeit am Grundhof in die Sauer. Diese soll mit Ölschlängeln an der Sauermündung abgefangen werden. Das CISGM wird hierbei von Einsatzkräften aus Deutschland unterstützt.

Prekär ist die Situation auch im benachbarten Deutschland.

+++ Update folgt... +++

(sw/L'essentiel)

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