Los Angeles: US-Polizist wird bei Mob-Training von Kollegen totgeprügelt

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Los AngelesUS-Polizist wird bei Mob-Training von Kollegen totgeprügelt

In den Vereinigten Staaten ist ein Polizist nach schweren Nackenverletzungen verstorben. Seine Mutter sieht die Schuld bei den Arbeitskollegen und erhebt schwere Vorwürfe gegen das LAPD.

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Houston Tipping soll von seinen Arbeitskollegen zu Tode geprügelt worden sein.

Houston Tipping soll von seinen Arbeitskollegen zu Tode geprügelt worden sein.

Facebook/LAPD
Diesen Vorwurf erhebt die Mutter des Getöteten in einer Klage.

Diesen Vorwurf erhebt die Mutter des Getöteten in einer Klage.

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Tipping starb laut offiziellen Angaben der Polizei aufgrund schwerer Nackenverletzungen.

Tipping starb laut offiziellen Angaben der Polizei aufgrund schwerer Nackenverletzungen.

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Ein Polizist des Los Angeles Police Departements soll von seinen Arbeitskollegen während einer Übung, bei der ein Mob simuliert werden sollte, zu Tode geprügelt worden sein. Dies geht aus einer Klage wegen widerrechtlicher Tötung hervor, die von der Mutter des verstorbenen Houston Tipping eingereicht wurde.

Der 32-jährige Tipping starb am 29. Mai 2022, drei Tage nach einem Arbeitsunfall, der sich an der Elysian Park Academy, der Polizeischule in Los Angeles, ereignet hatte. Wie die «New York Post» berichtet, hätten Tipping und andere Polizisten ein Training durchgeführt, bei dem der Verstorbene einen Fahrradlehrer spielte, der mit einem anderen Polizisten kämpfte. Dabei sei Houston Tipping laut der Polizei zu Boden gefallen und habe dabei eine katastrophale Rückenmarksverletzung erlitten.

Schläge auf den Kopf

Diese Schilderung stimmt laut der Mutter aber nur teilweise. Laut der Klage wurde ihrem Sohn «wiederholt auf den Kopf geschlagen, bis er blutete». Außerdem habe er mehrere Nackenbrüche erlitten. In der Vergangenheit gab es bereits Verletzungen im Rahmen der Übung, wodurch das Training bereits vor dem Fall von Tipping fragwürdig gewesen sei, heißt es in der Klage weiter. Das Los Angeles Police Departement verweigerte einen Kommentar zu dem Fall und wies lediglich darauf hin, dass man den Vorfall untersuchen werde, um herauszufinden, ob das Training angepasst werden müsse. 

(L'essentiel/Benedikt Hollenstein)

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