Schweiz – US-Tourist bangt bei Deltasegler-Flug um Leben

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SchweizUS-Tourist bangt bei Deltasegler-Flug um Leben

In der Schweiz ist es zu einer brenzligen Situation gekommen. Ein amerikanischer Tourist drohte auf einem Deltasegler-Trip in die Tiefe zu stürzen.

Ein amerikanischer Tourist aus dem Bundesstaat Florida wollte auf einem Ausflug mit einem Deltasegler eigentlich nur die schöne Aussicht auf das Berner Oberland in der Schweiz genießen. Doch bereits Sekunden nach dem Start mit dem Luftsportgerät begann eine furchteinflößende Odyssee für Chris Gursky.

Ungesichert rutscht Gursky ab und muss sich mit aller Kraft an den Piloten klammern. Der Pilot bemerkt die gefährliche Situation sofort und versucht zu landen. Trotzdem steigt der Deltasegler immer höher, und langsam verlassen den Touristen die Kräfte.

«Das muss ich wiederholen»

Nach über zwei Minuten kommt schließlich die Erlösung: Der Pilot findet eine große Wiese, doch Gursky kann nicht mehr länger festhalten. Er stürzt auf die Wiese und muss ins Krankenhaus gebracht werden.

Beim Sturz bricht er sich das rechte Handgelenk und reißt sich die linke Bizepssehne. Es muss operiert werden.

Wieder bei Kräften, lädt er das Video auf Youtube und schreibt: «Wie in einem Actionfilm rutschte meine Hand in Zeitlupe ab.» Trotz des schrecklichen Erlebnisses will der Amerikaner den Flug wiederholen: «Ich muss nochmals auf so einen Flieger. Den ersten Flug konnte ich ja gar nicht genießen.»

Wieso Gursky ungesichert war, ist noch unklar. Er will die Schuld aber nicht dem Piloten in die Schuhe schieben: «Der Pilot hat alles unternommen, um mich zu retten. Er hielt mich an meinem Gurt fest und flog gleichzeitig mit einer Hand.» Seine Ferien in der Schweiz konnte er schlussendlich aber trotzdem noch genießen.

Laut einem Deltasegler-Kollegen hat der Unglückspilot die Lizenz erst vor etwa einem Jahr erworben und biete auch nach dem Vorfall Flüge mit Passagieren an. Es sei pures Glück, dass dem Amerikaner nichts passiert sei: «Normalerweise geht so ein Fehler tödlich aus.» Der Pilot sagte gegenüber der Berner Zeitung:: «Das ist mir furchtbar peinlich und tut mir unendlich leid!» Zu den konkreten Vorwürfen wollte er sich nicht äußern. Die Schweizer Behörden kündigten Ermittlungen gegen den Mann an.

(L'essentiel/fur/dk)

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