Nach Taliban-Übernahme – USA planen ohne Botschaft in Kabul
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Nach Taliban-ÜbernahmeUSA planen ohne Botschaft in Kabul

Ab September werden die Vereinigten Staaten aller Voraussicht nach keine diplomatische Vertretung in Afghanistan mehr unterhalten, wie Außenminister Blinken verrät.

US-Außenminister Anthony Blinken hält eine Botschaft in Kabul für «eher unwahrscheinlich».

US-Außenminister Anthony Blinken hält eine Botschaft in Kabul für «eher unwahrscheinlich».

AFP/Alex Brandon

Die Vereinigten Staaten werden ab September aller Voraussicht nach erst einmal keine diplomatische Vertretung in Afghanistan haben. Dies sei «nicht wahrscheinlich», sagte US-Außenminister Antony Blinken am Sonntag im Interview mit dem TV-Sender «NBC».

Ähnlich äußerte sich der nationale Sicherheitsberater von Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, gegenüber dem Sender «CBS»: Der gegenwärtige Plan sei es, keine Botschaft in Kabul zu haben. Außenminister Blinken betonte jedoch, dass die USA über den September hinaus Menschen dabei helfen würden, Afghanistan zu verlassen.

Unterdessen begannen US-Truppen ihren Abzug aus dem Land. 5000 Soldaten sollen bis Dienstag den Flughafen Kabuls verlassen - bis dahin sollen auch noch Menschen ausgeflogen werden.

Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan äußerte sich ähnlich. (Foto:AFP)

(L'essentiel/DPA)

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