Terror-Warnung – USA räumen Botschaft in Pakistan

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Terror-WarnungUSA räumen Botschaft in Pakistan

Die USA haben die meisten ihrer Diplomaten aus dem Konsulat in Lahore in Sicherheit gebracht. Das US-Außenministerium begründete die angeordnete Maßnahme mit Drohungen.

Das US-Außenministerium brachte das Personal aus dem Konsulat in Lahore in Sicherheit. (Archivbild: Keystone) (Bild: K.m.chaudary)

Das US-Außenministerium brachte das Personal aus dem Konsulat in Lahore in Sicherheit. (Archivbild: Keystone) (Bild: K.m.chaudary)

Die USA haben die meisten ihrer Diplomaten aus dem Konsulat im pakistanischen Lahore in Sicherheit gebracht. Das US-Außenministerium begründete die am Donnerstag angeordnete Maßnahme mit konkreten Drohungen gegen die US-Vertretung. In Lahore sei nur noch eine Notbesetzung geblieben. Die Mitarbeiter seien in die Hauptstadt Islamabad gebracht worden, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.

Das US-Außenministerium warnte US-Bürger vor nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Pakistan. Die Anwesenheit mehrerer ausländischer und einheimischer Terrorgruppen stelle eine mögliche Gefahr für US-Bürger in ganz Pakistan dar. Amerikaner sollten alle Protestkundgebungen und große Menschenansammlungen meiden, hieß es in der Mitteilung des Außenministeriums weiter.

«Hot Spot» Pakistan

Unklar war, ob diese Maßnahme mit der Schließung von US-Botschaften und -Konsulaten in islamischen Staaten in Afrika, dem Nahen Osten und Asien zusammenhängt, hieß es bei CNN. Das US-Außenministerium erinnerte daran, dass es in Pakistan häufig zu terroristischen Angriffe gegen Zivilisten, Regierungseinrichtungen und ausländische Ziel kommt. Die meisten der Führer des Terrornetzwerkes Al-Kaida sollen sich in Pakistan aufhalten. Al-Kaida-Chef Osama bin Laden war in Pakistan aufgespürt und von einem US-Spezialkommando getötet worden.

Die Provinzregierung des Punjab, wo Lahore liegt, habe in dieser Woche die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, hieß es bei CNN weiter. Die Provinzregierung habe Geheimdienstberichte über mögliche Terrorbedrohungen zu den Festtagen nach Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan erhalten.

(L'essentiel Online/kle/sda)

Mindestens neun Tote bei Anschlag vor Moschee

Vor einer Moschee am Rande der pakistanischen Stadt Quetta sind am Freitag mindestens neun Menschen erschossen worden. Unbekannte Angreifer hätten das Feuer auf Gläubige eröffnet, als diese die Moschee verließen, sagten Polizisten. Mindestens zehn Menschen hätten Verletzungen erlitten.

Nach Angaben eines Polizisten hielt sich zum Zeitpunkt des Anschlags ein früheres Mitglied der Provinzregierung in der Moschee auf. Ob die Schüsse ihm galten, sei jedoch ungewiss. Der Politiker blieb unverletzt. Die Gläubigen hatten in der sunnitischen Moschee anlässlich des Festes Eid al-Fitr gebetet, mit dem das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gefeiert wird. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Quetta liegt in der Unruhe-Provinz Baluchistan, die an Afghanistan grenzt. Am Donnerstag waren in der Stadt 38 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Polizisten, als ein Selbstmordattentäter sich während einer Trauerfeier für einen erschossenen Polizisten in die Luft sprengte.

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