In Luxemburg – «Veganismus ist nicht gleich Mangelernährung»
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In Luxemburg«Veganismus ist nicht gleich Mangelernährung»

LUXEMBURG – Die «Vegan Society Luxembourg» will mit den Mythen rund um die pflanzliche Ernährung aufräumen.

Natalia Bilici und Benjamin Benedetto von der «Vegan Society Luxembourg».

Natalia Bilici und Benjamin Benedetto von der «Vegan Society Luxembourg».

L'essentiel

«In den Köpfen der Menschen ist Veganismus oft gleichbedeutend mit Mangelernährung», stellen Natalia Bilici und Benjamin Benedetto, Vorsitzende und Schatzmeister der «Vegan Society Luxembourg», fest, «die Realität ist aber, dass bei einem Lebensstil, der auf industriell gefertigten Gerichten basiert, die Allesesser am häufigsten unter Mangelerscheinungen leiden.»

Der Verein fördert seit elf Jahren eine Ernährung ohne tierische Produkte. Der Trend hin zur veganen Ernährung hat in jüngster Vergangenheit stark zugenommen. «Die Menschen interessieren sich aus verschiedenen Gründen für den Veganismus: aus Ablehnung von Tierleid, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, aus Sorge um das Wohlbefinden und die Gesundheit», erklärt Bilici.

« Zwei Tage haben eine große Wirkung »

Der Verein will auch Falschinformationen zum veganen Lebensstil aus der Welt schaffen. «Eine Frage, die Männer oft stellen, lautet: Werde ich dadurch an Muskelmasse verlieren?», berichtet Benjamin und erklärt: «Viele wissen einfach nicht, dass ein Bohnengericht mehr Eiweiß enthalten kann, als ein Steak. Aber Veganer zu sein beeinträchtigt das Training nicht, im Gegenteil, ich war noch nie so gesund.» Auch viele Spitzensportler würden sich mittlerweile vegan ernähren.

«Wir sind nicht dazu da, die Leute davon zu überzeugen, 100 Prozent vegan zu werden, aber zwei Tage pro Woche haben schon eine große Wirkung», sagt Natalia.

(Séverine Goffin/ L'essentiel)

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