In Luxemburg – «Verbrauchssteuer auf Tabak wird nicht erhöht»

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In Luxemburg«Verbrauchssteuer auf Tabak wird nicht erhöht»

LUXEMBURG – Auch wenn es die Krebsstiftung gerne sehen würde: Das Finanzministerium plant dieses Jahr keine weitere Erhöhung der Verbrauchssteuer auf Zigaretten.

Raucher müssen bereits seit 1. Februar mehr für ihre Sucht ausgeben.

Raucher müssen bereits seit 1. Februar mehr für ihre Sucht ausgeben.

DPA/Julian Stratenschulte

Ein Fünftel der Luxemburger raucht: Die Krebsstiftung hat deswegen bei der Veröffentlichung der aktuellen Raucher-Statistik am Dienstag eine «konsequente Erhöhung der Tabakpreise» gefordert. Der Staat wird diesem Vorschlag zunächst nicht nachkommen: Die «Verbrauchssteuer auf Tabak wird nicht erhöht», erklärte das Finanzministerium gegenüber L'essentiel. Das gilt zumindest für dieses Jahr.

Das Ministerium für Gesundheit wiederum glaubt, dass eine «konsequente Erhöhung der Preise für Tabakerzeugnisse den Verbrauch deutlich reduzieren kann». Doch die Verbrauchssteuer war im Zuge einer EU-Richtlinie erst am 1. Februar erhöht worden.

Halbe Milliarde Euro für Staat

Allerdings könnten die Preise dennoch steigen: Die Hersteller müssen ab Ende Mai größere Warnhinweise auf Zigaretten-Schachteln anbringen. Das bedeute hohe Investitionen, erklärten große Hersteller gegenüber von L'essentiel. Die Hersteller, die auch auf dem Luxemburger Markt präsent sind, könnten die Investitionskosten auf den Verkaufspreis legen und so an die Kunden weitergeben.

Der Verkauf von Tabak spühlt jedes Jahr gut 500 Millionen Euro in die Kassen des Staates. Rund 170 Millionen Schachteln und 4000 Tonnen Tabak werden jährlich im Großherzogtum verkauft. Die meisten dieser Käufe werden von Nichtansässigen getätigt.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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