779 Millionen-Euro-Projekt – Verkehr soll 2015 über Nordstraße rollen

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779 Millionen-Euro-ProjektVerkehr soll 2015 über Nordstraße rollen

LUXEMBURG – Im Jahr 2007 sollten die ersten Autos über die fertige A7 rollen. Beim Autobahnbau kamen aber einige Überraschungen dazwischen.

Probleme bei den Bauarbeiten gab es vor allem beim Tunnelbau, wie hier im Tunnel Grouft.

Probleme bei den Bauarbeiten gab es vor allem beim Tunnelbau, wie hier im Tunnel Grouft.

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«Bei einer Baustelle dieser Größe ist es völlig normal, dass Unvorhergesehenes dazwischenkommt und die Bauarbeiten sich verzögern», erklärt Dany Frank, Sprecherin des Infrastrukturministeriums.

492 Millionen Euro waren für den Bau der Autobahn 7, die auch Nordstraße heißt, geplant. Schon 2005 hatte die Regierung zusätzliche 229 Millionen Euro freigegeben. Doch im Tunnel Grouft bei Lorentzweiler kam es zu Schwierigkeiten: Obwohl vor Beginn der Bauarbeiten 150 Bodenproben getestet worden seien, habe es Probleme bei der Dichtung und der Belastbarkeit gegeben. Dany Frank: «Daher musste das technische vorgehen geändert werden.» So kam es, dass Zeit und Geld knapp wurden.

11,7 Millionen für «unvorhersehbare Risiken»

Kurz vor Weihnachten hat die Regierung nun eine letzte Millionensumme freigegeben: 58,1 Millionen Euro fließen nun noch in die Baustelle. 11,7 Millionen davon sollen «unvorhersehbare Risiken» abdecken.

Während die Straßenarbeiten beim Bau der A7 problemlos verliefen, gab es immer wieder Schwierigkeiten bei den Tunneln. Sind diese gelöst, dürfte der Verkehr schnell von Süden bis in den Norden des Landes rollen. Oder fast, wie Dany Frank meint: «Nach der Bauphase, die 2014 beendet sein soll, gibt es noch eine Testphase. Wir schätzen, dass die Nordstraße 2015 für den Verkehr freigegeben werden kann.»

L'essentiel Online
/Chloé Murat

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