In Bettemburg – Verkehrsrowdys gehen auf Feuerwehrleute los

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In BettemburgVerkehrsrowdys gehen auf Feuerwehrleute los

BETTEMBURG - Auch freiwillige Helfer werden mitunter bedrängt und angepöbelt. Das Einsatzzentrum Bettemburg wurde jüngst gleich zwei Mal Opfer von Übergriffen.

Auch die Feuerwehr ist vor Anfeindungen nicht sicher.

Auch die Feuerwehr ist vor Anfeindungen nicht sicher.

Einsatzzentrum Bettemburg

Sie stellen sich freiwillig in den Dienst für die Gesellschaft, müssen dafür mitunter ihre Gesundheit riskieren: Doch offenbar ist die Feuerwehr nicht bei allen Bürgern in Luxemburg gern gesehen. Das Einsatzzentrum Bettemburg berichtet von zwei Vorfällen, bei denen Helfer neulich beschimpft und verletzt wurden.

Vorvergangenen Freitag störten Verkehrsrowdys einen Einsatz der Bettemburger Brandschützer. Die Einsatzkräfte hatten gerade einen brennenden Komposthaufen in einem Garten gelöscht und wollten ihre Gerätschaften zusammenpacken. Plötzlich düste ein Fahrzeug auf dem Bürgersteig an ihnen vorbei, um sich zwischen Einsatzwagen und den Vorgärten vorbeizuzwängen. Als ein Feuerwehrmann die Männer auf das gefährliche Manöver ansprach, stiegen zwei der drei Insassen aus und beschimpften die Einsatzkräfte. Dabei wurde einer der Rüpel handgreiflich, woraufhin der Einsatzleiter beschloss, seine Truppe in Sicherheit zu bringen und die Polizei einzuschalten. Die Ermittlungen dauern noch an.

«Erster Fall seit langem»

Der zweite Fall ereignete sich am Freitag, den 23. Juni: Die Retter wurden wegen eines medizinischen Notfalls alarmiert. Der Patient hatte allerdings etwas dagegen und wurde gegenüber einer Einsatzkraft handgreiflich. Der Helfer wurde dabei verletzt. Auch dieser Fall kam zur Anzeige.

«Es ist das erste Mal seit einem längeren Zeitraum, dass das CIBETT mit solchen Übergriffen konfrontiert wurde», berichtet Max Delvaux, Mitarbeiter des Einsatzzentrums, auf Nachfrage per E-Mail. «Normalerweise arbeiten wir in solchen Fällen eng mit der Polizei zusammen und werden auch von dieser unterstützt. Leider ist es nicht immer möglich, einen Übergriff zu verhindern.»

Im vergangenen Jahr zählte die Polizei insgesamt 77 Fälle, in denen Bürger durch Gewalt oder Drohungen Widerstand gegen die Staatsgewalt ausübten. In 215 Fällen mussten sich Polizisten Beleidigungen gefallen lassen. Statistiken über Angriffe gegen andere Einsatzkräfte wie Sanitäter oder Feuerwehrmänner liegen nicht vor.

(jt/L'essentiel)

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